Was macht Südamerika so sehenswert?

Südamerikanische Kultur

Chile: Die Atacama Wüste

Chile: Die Atacama Wüste

Aufgrund der vielen verschiedenen indigenen Stämme, die einst und zum Teil immer noch in Südamerika leben bzw. lebten, ist die Kultur Südamerikas weitaus vielschichtiger als allein von den spanischen Eroberern geprägt zu sein.

Zwei große Bevölkerungsgruppen werden hierbei unterschieden: die Völker des Tieflandes und die Völker der Anden. Die Aymara, die Quechua, die Tupi und die Guarani sind wohl die bekanntesten unter den indigenen Völkern Südamerikas, die gesamte Liste der indigenen Völker auf diesem Kontinent ist allerdings extrem umfangreich, auch wenn einzelne Gruppen dieser nur noch Angehörige im dreistelligen Bereich besitzen.

Es gibt auch noch eine ganze Reihe “nicht-kontaktierter” Volksstämme in Südamerika. Allerdings ist der Kontakt zu ihnen streng verboten, da sie nicht resistent gegen Krankheiten wie Grippe oder Masern sind und der Kontakt zu ihnen rasch mit einer starken Verminderung ihrer Anzahl einhergehen könnte.

In Brasilien und auch in anderen Ländern Südamerikas existieren sogar noch stark deutsch geprägte Siedlungen, wie z. B. die Stadt Blumenau in Brasilien. Nennenswerte deutsch geprägte Siedlungen existieren auch in Argentinien, Uruguay, Chile und Paraguay, in vielen Ländern gibt es auch noch deutschsprachige Medien.

Weltbekannt ist natürlich der brasilianische Karneval, der Samba, genauso der Tango aus Argentinien und die dortige besondere Belesenheit. Wie überhaupt Literatur in weiten Teilen Südamerikas eine große Rolle spielt. Ebenso der Sport, neben Europa ist Südamerika die zweite Hochburg des eigentlich englischen Fußballs (2014 findet übrigens die Fußball WM in Brasilien statt).

Was die Küche Südamerikas angeht, so ist diese derart vielfältig, dass sie kaum als einheitliche Rubrik dargestellt werden kann. So ist die Küche Argentiniens stark von spanischen und italienischen Einflüssen geprägt, in anderen Regionen sind die Einflüsse der indigenen Bevölkerung groß. Avocado und Mais sind beliebte Zutaten, wie auch das argentinische Rindfleisch weltweite Bekanntheit genießt. Gemüse steht in fast alle Ländern weit oben auf der (täglichen) Speisekarte, bei den Getränken ist Wein sehr populär.

Landschaft in Südamerika

Hochgebirge und Bergländer, Flussebenen und wunderbare Strände, all das findet der Südamerika-Reisende, wenn er nur ausreichend weite Strecken innerhalb dieses faszinierenden Kontinents zurücklegt. Wüsten wechseln sich mit Vulkanen ab, lange Reisen auf dem zweitlängsten Fluss der Erde, dem Amazonas, sind ebenso möglich wie ausgiebige Bergtouren. Hinsichtlich seiner Landschaft bietet Südamerika genauso viel Abwechslung wie bei seiner Flora und Fauna.

Flora und Fauna in Südamerika

Aufgrund der langen physischen Isolation des Kontinents gibt es viele Tierarten nur in Südamerika. Dazu zählen viele Beuteltiere, Ameisenbären oder Faultiere. Viele Tierarten wanderten später allerdings aus Nordamerika ein. Jaguare und Bären vervollständigen eine reizvolle Vielfalt auf diesem Kontinent.

Menschen in Südamerika

Argentinien: Der südlichste Leuchtturm der Welt

Argentinien: Der südlichste Leuchtturm der Welt

Die Mischung der Bewohner Südamerikas setzt sich aus drei großen Einflüssen zusammen: die indigene, also die ursprüngliche Bevölkerung Südamerikas, dazu die Einflüsse der europäischen Kolonialisierer, hauptsächlich spanischer und portugiesischer Herkunft, allerdings auch mit größeren Anteilen aus Italien, sowie die afrikanisch-stämmige Bevölkerung, die früher als Sklaven nach Südamerika gebracht wurden. Mittlerweile gibt es auch nennenswerte asiatische Einflüsse in der Bevölkerung Südamerikas, insbesondere in den Asien zugewandten Ländern wie Chile oder Peru.

Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen existieren zwar in Südamerika, sind aber deutlich seltener als beispielsweise in den USA. Viele Länder haben eine stark durchmischte Bevölkerung, in anderen ist der indigene Anteil weiterhin sehr hoch.
Klares Plus für den Südamerika-Reisenden: Da überall in Südamerika Spanisch und in Brasilien Portugiesisch gesprochen wird, dürften die Verständigungsschwierigkeiten auch für jene, die nicht des Spanischen mächtig sind, geringer sein als bei einer Reise nach Asien oder in die arabische Welt. Auch wenn bestimmte Bevölkerungsanteile ihre indigene Sprache immer noch als erste Sprache nutzen, gibt es in fast jeder Region Südamerikas jemanden, der Spanisch spricht. Englisch ist zur Zeit noch nicht besonders verbreitet und wird nur in den großen Metropolen des Kontinents angetroffen.

Klima in Südamerika

Ein Kontinent voller klimatischer Gegensätze – die trockenste Region der Erde liegt in Chile, die Atacama-Wüste, liegt ebenso in Südamerika wie eine der feuchtesten Regionen der Erde: Andagoya in Kolumbien erhält jährlich 7100mm Niederschlag. “Hochkomplex” ist das Klima in Südamerika zu nennen. Gletscher in Chile, der Regenwald Brasiliens, touristisch attraktive milde Winter an den Küsten des größten Landes Südamerikas. Die Vielfalt ist hierbei ebenso groß wie bei Flora und Fauna – welche sich natürlich ohnehin gegenseitig bedingen. Dem Abenteurer wird ebenso alles Nötige in Südamerika geboten wie demjenigen, der nur in der Sonne am Strand einen reinen Badeurlaub erleben möchte.

Quellenhinweis Fotos: Die Fotos wurden freundlicherweise von www.fotofeeling.com zur Verfügung gestellt!



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