Sehenswürdigkeiten in Venezuela

Auch sehenswert: Canaima Nationalpark in Venezuela in der Hochebene Gran Sabana

Auch sehenswert: Canaima Nationalpark in Venezuela in der Hochebene Gran Sabana

Venezuela im Norden von Südamerika ist bereits seit 1811 unabhängig und verfügt über Grenzen zu Brasilien, Kolumbien und Guyana. Etwa 30 Millionen Menschen leben hier, die meisten davon in der Tiefebene um die Hauptstadt Caracas herum. Das Klima ist je nach Region sehr uneinheitlich, an der Küste tropisch und in den Höhenlagen alpin. Dennoch eignet sich Venezuela hervorragend für einen klassischen Strandurlaub zu tropischen Bedingungen, wie auch für viele weitere Aktivitäten.

Caracas sollte für Kulturinteressierte das richtige Ziel sein. Die meisten historischen Gebäude der Stadt haben den Lauf der Zeit zwar nicht überstanden, doch quillt Caracas vor Museen und Theatern nur so über. Einige davon sind die Nationalgalerie, das Museum der Schönen Künste oder das Geburtshaus von Simon Bolivar, das zu einem Museum umgebaut wurde. Bekanntester Platz in Caracas ist der Plaza Bolivar mit einem Reiterstandbild des Nationalhelden. Imposantes Zeugnis kolonialer Architektur ist die Iglesia San Francisco von 1745. Sie ist Teil des nationalen Kulturerbes von Venezuela. Caracas verfügt übrigens wie nur ganz wenige Städte in Südamerika über eine U-Bahn, die hier Metro genannt wird.

Im Westen Venezuelas liegen die Stadt Coro und der dazugehörige Hafen La Vela. Sie wurden bereits im Jahr 1527 gegründet, die Innenstadt weist viele Gebäude im Kolonialstil auf. Hauptbauelement ist hier Tonbackstein. Hafen und Innenstadt zählen aufgrund ihrer besonderen historischen Wertigkeit zum Weltkulturerbe der UNESCO. Herausragendes Bauwerk, im doppelten Sinne, ist die Kathedrale von Coro, die bereits 1583 erbaut wurde. In der Nähe der Stadt befinden sich auch sehenswerte Wanderdünen.

Nördlich der venezolanischen Küste liegt die Isla de Margarita, die als touristisches Highlight für all jene zählt, die den typischen Strand- und Badeurlaub auch in Venezuela nicht missen möchten. Genau 82 verschiedene Strände stehen Touristen auf der Insel offen. Reizvoll ist zudem, dass die Insel Freihandelszone ist, weshalb auch viele Venezolaner selbst hier gerne Urlaub machen oder einen Tagesausflug absolvieren. Da sich die Insel sehr auf Tourismus eingestellt hat, sind hier auch viele Aktivitäten abseits des Strands möglich, so gibt es ein Meeresmuseum oder die Möglichkeit zum Bergwandern.

Besonders sehenswert ist in Venezuela das Orinoco Delta. Auf dem Weg zum Atlantik spaltet sich der größte Fluss Venezuelas in unzählige Arme und biete interessante Anblicke. Auch diese Region ist gut auf Touristen vorbereitet, hier gibt es die Gelegenheit, alte Pfahlbauten zu besichtigen, aber im Vordergrund steht neben den schier endlosen Wassermassen natürlich die Tierwelt, die hier ausgeprägt und variantenreich ist. Sehr leicht ist es möglich, in dieser Region eine Lodge zu mieten oder eine geführte Tour zu buchen.

Da in Venezuela ein Teil der Anden liegt, ist hier auch Bergwandern möglich. Bis zu 5.000 Meter hoch ragen die Berge in den Himmel. Landschaftlich beeindruckend ist auch das Hochland von Guyana im Osten des Landes. Bekannt und sehenswert ist dort die Hochebene Gran Sabana. Die Gegend ist stark zerklüftet, dafür aber einzigartig. [Siehe auch oben das Foto des Canaima Nationalparks in der Gran Sabana]

Hinweis für alle Reisenden: Insgesamt wird der Tourismus in Venezuela immer wichtiger, was auch an einer zunehmenden Service-Orientierung in den relevanten touristischen Regionen abzulesen ist. Gut zu wissen ist allerdings, dass in Venezuela so gut wie niemand englisch spricht. Noch sind jedoch bei Weitem nicht alle 2.800 Kilometer Küste des Landes für den Tourismus erschlossen. Dennoch lohnt sich ein Besuch in Venezuela, bevor der Massentourismus den Charakter des Urwüchsigen an vielen Stellen im Land zerstören könnte.

Quelle Foto: www.kreuzfahrt-seeurlaub.de  / pixelio.de



Diesen Artikel empfehlen: