Sehenswürdigkeiten in Argentinien

Die Hauptstadt von Argentinien: Buenos Aires

National Park Nahuel Huapi

National Park Nahuel Huapi

Wie bei fast allen Ländern der Erde besitzt auch Argentinien ein großes kulturelles Zentrum, welches gleichzeitig die Hauptstadt ist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Buenos Aires kennt wohl jeder touristisch Interessierte auf der Welt, aber was man dort genau sehen kann und was das restliche Argentinien noch zu bieten hat, ist vielleicht weniger bekannt.

Weshalb im Folgenden genau diese Fragen geklärt werden: Wo geht man hin in Buenos Aires? Was gibt es sonst noch in Argentinien zu tun? Und zwar in dieser Reihenfolge.

Buenos Aires bedeutet tatsächlich “gute Luft“, was viele für einen Scherz halten. Doch nicht nur die Luft ist gut (was sie de facto wie in jeder Metropole ohnehin nicht immer ist), sondern auch die touristischen Attraktionen und die Vielzahl der kulturellen Ereignisse. Nicht umsonst wird die Stadt am Rio de la Plata gerne als “Paris Südamerikas” bezeichnet.

Zahllose Museen, die bekanntesten sind das Nationalmuseum der Bildenden Künste, das Nationalmuseum der Dekorativen Künste und das Museum der Modernen Künste, das in einem ehemaligen Tabakspeicher angesiedelt ist. Doch wer nach Buenos Aires reist, wird nicht in erster Linie an Museen denken, sondern an Tango. Und so kann man in Buenos Aires auch das Viertel La Boca besuchen, das als Geburtsort des Tangos gilt.

Auch an anderen Stellen ist Buenos Aires lebendig, Theater wie das Teatro Colón, das nach Renovierung erst 2010 wieder geöffnet wurde, das Teatro Cervantes und viele weitere. Die Legende sagt, dass es nirgendwo so viele Theatersäle gibt wie in Buenos Aires, mit 187 Sälen jedenfalls deutlich mehr als in New York City mit 135 Sälen.

Viele weitere Künstler aller Richtungen leben hier, ob Sänger, Literaten, Bildhauer oder auch erfolgreiche Architekten: Buenos Aires ist eine von europäischen Einflüssen geprägte Stadt, die sich ihr südamerikanisches Savoir-vivre erhalten hat.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten in Argentinien

Doch auch im restlichen Argentinien gibt es Beeindruckendes zu sehen.

Die Wasserfälle von Iguazú, die sich Argentinien mit Brasilien teilt, bestehen aus über 250 einzelnen Wasserfällen, teilweise bis zu über 80 Meter hoch. Da sie sich auf 2,7 Kilometern ausdehnen, bieten sie ein einzigartiges Naturschauspiel, so dass sie zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen in Argentinien zählen. Die dortigen Nationalparks, auch jene auf brasilianischer Seite, zählen schon seit mehr als 20 Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Gletscher

Gletscher

Berühmt ist ebenfalls der Nationalpark “Los Glaciares“, der in Patagonien liegt, ganz im Süden von Argentinien und an der Grenze zu Chile. In ihm befinden sich neben einigen kleineren vor allem drei große Gletscher, die bei Touristen aus aller Welt beliebt sind. Um zum “Los Glaciares”-Nationalpark zu gelangen, reist man am besten von der Kleinstadt El Calafete aus. Auch ansonsten gibt es in Patagonien, nahe der Antarktis, einiges zu entdecken.

Die langgezogene Atlantikküste im Osten des Landes bietet sich für Tagestrips von Buenos Aires aus an, wenn man mal wieder Strandleben genießen möchte. Neben den Sandstränden sind auch die von den Siedlern angelegten Eukalyptuswälder eine Reise wert. Die dort gelegenen Orte sind so schön, dass sich ein echter Massentourismus entwickelt hat, der die Argentinier aber selten stört. Man sagt, dass sie es lieben, an überfüllten Stränden zu baden und die Sonne zu genießen.

Wer dagegen auf der Suche nach Abenteuern und ein wenig mehr Exklusivität ist, wird in Patagonien auf seine Kosten kommen. Bahnlinien gibt es kaum, meist muss mit dem Bus gefahren werden. Dünn besiedelt, bietet es extreme klimatische Bedingungen: schneidende Winde, starke Temperaturschwankungen. Wer diesen Bedingungen trotzt, wird mit dem Anblick der versteinerten Wälder in Patagonien belohnt – und natürlich damit, viel Zeit zum Alleinsein zu haben.

Was übrigens leicht übersehen wird: Argentinien ist flächenmäßig beinahe so groß wie Indien – klar, dass es da schon rein klimatisch große Variabilität innerhalb der Landesgrenzen gibt. Und viele verlassene Plätzchen, denn wo sich in Indien 1,3 Milliarden Menschen ballen, leben in Argentinien gerade mal knapp 40 Millionen Argentinier.

Quellenhinweis: Die Fotos wurden freundlicherweise von www.fotofeeling.com zur Verfügung gestellt.



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