Traumreiseziel: Mittelamerika

Honduras

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Landschaft in Mittelamerika

Die Landschaft in ganz Mittelamerika ist sehr abwechslungsreich, mit Ebenen auf Meereshöhe, aber auch Gebirgen bis zu 5.700 Metern Höhe. Oft bestehen diese aus vulkanischen Ablagerungen. Die Optik der Gebirgsketten in zum Beispiel Mexiko ist sehr unterschiedlich: Die Sierra Madre Oriental ist von sehr steilen Schichten gekennzeichnet, während die Sierra Madre Occidental im Westen eher flach gestaltet ist. In allen Regionen und Ländern Mittelamerikas existiert diese reizvolle Mischung, die sowohl Trekkingtouren und Höhenerlebnisse wie auch einen erholsamen (oder sportlichen) Strandurlaub möglich machen.

Flora und Fauna in Mittelamerika

Die dem Pazifik zugewandte Hälfte Mittelamerikas ist geprägt von trockenen Savannenwäldern. Auf der anderen Seite, in Richtung der Karibik, findet man hingegen den ausgedehnten Bewuchs des Regenwaldes. Dementsprechend unterschiedlich gestaltet sich auch die der Flora folgende Fauna:

Papageien, die sicher als typisch für Mittelamerika gelten dürfen, sind hier ebenso zu Hause wie diverse Affenarten, dazu gibt es Jaguare und Pumas, Faultiere und etliche andere Arten, die es in Europa nicht gibt. Manchmal sind einzelne Bäume von mehreren tausend (!) verschiedenen Käferarten bewohnt. Schlangen treiben hier ebenso ihr Unwesen wie Tapire und Tukane. Die Liste scheint schier endlos zu sein.

Traumhafter Strand in Mexiko

Traumhafter Strand in Mexiko

Menschen in Mittelamerika

Wie auch in Südamerika besteht die Bevölkerung in Mittelamerika aus drei großen Bevölkerungsgruppen, die zum Teil aber sehr stark untereinander vermischt sind: die indigene, ursprüngliche Bevölkerung, dazu Nachfahren der Einwanderer aus Europa sowie die Abkömmlinge der ehemaligen Sklaven aus Afrika.

Über 20 verschiedene indigene Stämme lebten einst in Mittelamerika, von denen die Azteken sowie die Zapoteken und die Maya die bekanntesten sind bzw. waren. Heute sind ihre Anteile an der Bevölkerung gering und weiter fallend. Der größte Teil der Bewohner Mittelamerikas besteht aus Mestizen, so heißen die Mischlinge aus weißer und indigener Bevölkerung. Es gibt allerdings auch Ausnahme wie Costa Rica, wo die Bevölkerung zu größten Teilen weiß ist.

Klima in Mittelamerika

Im Großen werden eigentlich trotz der kalendarischen Existenz von Sommer, Herbst, Winter und Frühling nur zwei Zeiten im Jahr unterschieden: die Regenzeit von Mai bis Oktober sowie die Trockenzeit in den übrigen Monaten. Dennoch existiert zum Beispiel in Mexiko neben subtropischem und alpinen Klima auch noch ein Wüstenklima. In bestimmten Regionen Mittelamerikas, zum Beispiel in Teilen Panamas, regnet es hingegen das ganze Jahr hindurch.

In den meisten Teilen Mittelamerikas sind die Temperaturen ganzjährig recht hoch, zwischen 25° und 30° Celsius, so dass eine Reise stets angenehm und empfehlenswert ist. In den Hochlagen Mexikos kann es allerdings auch sehr kalt werden. In Mexiko City, das auf über 2.000 Metern Höhe liegt, sind es tagsüber ebenfalls um 25°C, in der Nacht wird es jedoch deutlich kühler, so dass die Temperaturen bis auf 5-6°C fallen können. Das Klima in dieser Region wird demgemäß auch “kalttropisches Klima” genannt.

In den meisten anderen Ländern und Regionen Mittelamerikas ist es gleichbleibend warm, sofern eine gewisse Höhe nicht überschritten wird. Fast überall herrscht tropisches Klima. Optimale Bedingungen also, sofern man eine Reise nach Mittelamerika plant. Einzig das Einsetzen der Regenzeit sollte bei der Planung berücksichtigt werden.

Tempelanlage der Maya in Mexiko

Tempelanlage der Maya in Mexiko

Kultur in Mittelamerika

Mittelamerika gilt trotz seiner Nähe zu Südamerika als unabhängiger Kulturraum. Überall in Mittelamerika spricht man Spanisch, mit der einzigen Ausnahme Belize, wo Englisch gesprochen wird. Ansonsten sprechen allerdings viele Bewohner Mittelamerikas durchaus auch noch ihre indigenen Sprachen.

Neben der mexikanischen Küche, einer Mischung aus alten indigenen Rezepten und Zutaten mit meist spanischen, aber auch anderen europäischen Einflüssen, tut sich Mittelamerika vor allem durch seine Literatur, seinen Tanz und seine Musik hervor.

Dazu kommen natürlich umfassende Überbleibsel der verschiedenen untergegangenen Kulturen wie jene der Maya und der Azteken. Nicht wenige Touristen reisen allein deshalb nach Mittelamerika, um deren Kultstätten und verlassenen Dörfer zu besichtigen.

Im Sport ist auch in Mittelamerika Fußball äußerst beliebt, allerdings spielt man in einigen Ländern auch sehr gerne Baseball. Außerdem stammen einige sehr erfolgreiche Sprinter der Leichtathletik aus Mittelamerika.

Nicht zuletzt bleibt eine Erfindung zu erwähnen, die wohl jeder kennt, aber nicht unbedingt als erstes im Sinn hat, wenn er an Mittelamerika denkt: Der Sombrero gehört natürlich zu dieser Region dazu wie das Amen zur in Mittelamerika immer noch weit verbreiteten katholischen Kirche.

Quelle Fotos: oben: Oliver Brunner  / pixelio.de
Mitte: Klaus Brüheim  / pixelio.de
kretamaris  / pixelio.de



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