Kolumbien Reisen

Flagge
Amtssprachen Spanisch
Hauptstadt Bogotá, D.C.
Staatsform Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt Präsident Juan Manuel Santos
Regierungschef Präsident Juan Manuel Santos
Fläche 1.138.748 km²
Einwohnerzahl 41.966.004 (Oktober 2006 gemäß Volkszählung)
Telefonvorwahl +57
Währung Peso (COP)
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Landkarte  

 

Das Land, das nach Christoph Kolumbus benannt ist, liegt sowohl am Pazifik als auch an der Karibik. Nachbarstaaten von Kolumbien sind Panama, Venezuela, Ecuador, Peru und Brasilien. Von den 40 Millionen Kolumbianern lebt gut jeder Sechste in der Hauptstadt Bogota, wo knapp 7 Millionen Kolumbianer leben.

Wie Nachbar Ecuador zeichnet sich auch Kolumbien durch einen extremen Artenreichtum in der Tier- und Pflanzenwelt aus: Auf einer weltweiten Auflistung liegt Kolumbien im Bereich der Artenvielfalt auf dem zweiten Platz. Diese ist bedingt durch eine ebenso große Unterschiedlichkeit im Bereich der Klimazonen. So existieren in Kolumbien vom tropischen Regenwald bis zum Höhenklima beinahe alle denkbaren Klimazonen, die je eine eigene Vegetation und eben auch daran anknüpfende Tierwelt besitzen. Auch gibt es sowohl flache Küstenregionen wie bis zu 6.000 Meter hohe Gebirge, es gibt Auenländer, Torfwälder und Amazonaswälder sowie Savannenebenen im Land. Fünf große Gebiete in Kolumbien sind zu Biosphärenreservaten erklärt worden, um die besonders große Artenvielfalt zu schützen.

Drei Viertel der Kolumbianer leben in Städten, von denen die größte, die Hauptstadt Bogota, oben schon genannt wurde. Weitere große und wichtige Städte in Kolumbien sind Medellin, Cali, Cartagena de Indias und Barranquilla. Es gibt drei große ethnische Gruppen in Kolumbien: die indigene Gruppe, die Einwanderer aus Europa, vornehmlich aus Spanien, sowie die afrikanisch-stämmige, ehemals versklavte Bevölkerungsgruppe. Mittlerweile haben alle drei sich in Kolumbien sehr stark vermischt. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung sind dennoch weiß. Einzige Amtssprache in Kolumbien ist Spanisch. Zwar existieren viele weitere Sprachen indigenen Ursprungs, doch werden diese meist nur von Minderheiten gesprochen.

So reizvoll Kolumbien in Bezug auf seine Natur ist, so schwierig ist die politische und infolgedessen auch die soziale Situation im Land. Neben dem weltweit bekannten “Drogenkrieg” im Land schwelt auch schon seit Jahren ein politischer Kampf zwischen linken Guerrillas, rechten Paramilitärs und der staatlichen Armee. Seit 1997 mussten deshalb zwischen 3 und 4 Millionen Kolumbianer innerhalb des Landes vor Gewalt und Repression flüchten.

Die aktuelle Politik unter Präsident Juan Manuel Santos versucht, die Auswirkungen sowie die Wurzeln dieser Konflikte zu bekämpfen, stößt aber wie viele Regierungen vorher auf viele Widerstände, sehr häufig auch im eigenen Staatsapparat.

Die Wirtschaft in Kolumbien ist vergleichsweise stark. Eines der wichtigsten Exportgüter sind Schnittblumen. Dazu kommen Smaragde und Holz, außerdem Kaffee. Dazu kommen viele weitere Produkte, denn trotz der schwierigen politischen Lage wächst die Wirtschaft in Kolumbien seit etwa 20 Jahren beständig und ist zudem sehr breit aufgestellt.

Touristisch interessant sind in Kolumbien neben der Natur auch viele Archäologische Parks, Nationalparks und Naturreservate. Zudem ist die Musik Kolumbiens ähnlich vielfältig wie seine Natur. Neben der klassischerweise weit verbreiteten Musik wie dem Cumbia, dem Vallenato und neuerdings auch dem Champeta. Dazu kommt die weltweit bekannte Popsängerin Shakira aus Kolumbien.



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