Latacunga – Stadt voller Sehenswürdigkeiten in Ecuador

Die nachts angestrahlte Kahtedrale von Latacunga

Die nachts angestrahlte Kahtedrale von Latacunga

Man übertreibt nicht, wenn man behauptet, dass weite Regionen Südamerikas noch wie ein leeres Blatt für Reisende aus Europa sind. Zumindest dann, wenn sie gerade erst beginnen, sich mit diesem Subkontinent zu befassen. Da hilft es immer, den Blick auf jene sehenswerte Orte zu lenken, die jenseits der überall bekannten Hauptstädte und Naturattraktionen zu finden sind.

Latacunga ist so ein Geheimtipp unter den Reiseziele in Ecuador. Hier finden sich zahllose Kirchen, weitere historische Gebäude und die direkte Nähe zum Cotopaxi Nationalpark. Kurzum: Latacunga ist kaum bekannt, aber wer Ecuador jenseits von Quito kennenlernen möchte, ist mit Latacunga gut beraten.

Geheimtipp unter den Reisezielen Ecuadors: Latacunga

Auf 2.750 Metern Höhe über dem Meer gelegen, ist alleine die Anreise schon ein kleines, positives Abenteuer für sich. Ist man erst in Latacunga angekommen, kann man sich einer der vielen Kirchen widmen.

Die Kathedrale von Latacunga wird nachts angestrahlt, ist im romanischen Stil erbaut und wurde ab dem 17. Jahrhundert errichtet. La Merced war erst als kleinere Kapelle geplant, ist heute aber ein eindrucksvolles Bauwerk. Auch die Kirche San Agustin ist sehenswert, wie die vielen weiteren Kirchen von Latacunga: San Francisco, San Sebastian, Santo Domingo. Man sieht, die Fülle an Kirchen ist groß und dabei bleiben diese Bauwerke nicht der einzige gute Grund für einen Besuch in Latacunga.

Sehenswerte Kirchen und eine lebendige Stadt in den Bergen von Ecuador

Eine der vielen Fiestas in Latacunga

Eine der vielen Fiestas in Latacunga

Besonders erlebens- und sehenswert sind auch die vielen Festivitäten, die in Latacunga veranstaltet werden. Da wäre zum ersten das Fest der Mama Negra, also der Schwarzen Mama. Am 11. November werden hier Paraden und Umzüge in den Straßen der Stadt abgehalten. Weitere Feste: der “Bailes de Inocentes”, der Tanz der Unschuldigen also, om 28. Dezember bis zum 6. Januar zu erleben.

Die Fiesta de la Virgen de las Mercedes findet vom 23. bis 27. September statt. Prozessionen schreiten durch die Straßen von Latacunga, aber auch viele Bands spielen auf, es wird viel getanzt und eben schlicht gefeiert.

Ebenfalls im September, allerdings durch den ganzen Monat hindurch findet die Fiesta en Honor a la Santisima Cruz en el Barrio Joseguango Alto statt. Viel Party also im Monat September in Latacunga und zu all diesen Gelegenheiten kann man sich natürlich reichhaltig an den landestypischen Speisen vor Ort versuchen. Lohnenswert, wie ebenso, einmal eine dieser ecuadorianischen Fiestas aktiv miterlebt zu haben.

Raues Klima, viele Feiern im Reiseziel Latacunga in Ecuador

Verschweigen sollte man zwar nicht, dass angesichts der Höhe von Latacunga das Klima doch deutlich frischer ist als man es vielleicht auf einer Südamerika-Reise erwarten würde. Die Durchschnittstemperatur übers Jahr gesehen liegt hier bei nur 12°C, allerdings schließt dies ja die Nächte mit ein. Zwischen Einigermaßen angemessene Kleidung sollte aber dennoch mit auf die Reise nach Latacunga genommen werden.

Wenn man also ausreichend historisches Interesse besitzt, wird man in Latacunga eines der weniger bekannten, aber höchst sehenswerten Reiseziele in Ecuador finden. Und auch wenn es mit wenig Kenntnissen so wirken mag, besitzt Ecuador eine Vielzahl an attraktiven Reisezielen. So wie hier dargelegt, aber auch an anderen Stellen in diesem Blog von Touring Amerika.

Foto-Quellen: Bild 1 Wikipedia/Jofa. Bild 2 Wikipedia/Jen.

Das Dorf Mindo in Ecuador unterhalb des Vulkans Guagua Pichincha

In den grünen Bergen von Ecuador gelegen

In den grünen Bergen von Ecuador gelegen

In der Provinz Pichinchabe in Ecuador liegt das Dorf mit dem schönen Namen Mindo. Direkt unterhalb des Vulkans Guagua Pichincha kann man hier eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten entdecken, immer unter dem Schatten des mächtigen Vulkans in der Nähe. Dazu gibt es hier nette Hotels am Platze, die teils einen sehr urigen, ecuadorianischen Charme verbreiten. Wer bei seinem Urlaub in Südamerika nicht in der Großstadt verweilen möchte, der ist mit einem Trip nach Mindo und Umgebung gut beraten.

Zu den vielen Sehenswürdigkeiten in der Nähe zählt zum Beispiel der Nambillo Wasserfall, den man nach einem knapp einstündigen Fußmarsch von Mindo aus erreicht. Unter dem Wasserfall, der etwa 12 Meter in die Tiefe stürzt, darf man auch baden, was ungefährlich ist, aber nicht kostenlos. 3 US-Dollar muss man hier berappen, etwas ungewöhnlich, aber durchaus verschmerzbar, denn hier im rauschenden Wasser unter einem natürlichen Wasserfall zu baden ist schon außergewöhnlich.

Auf 1.200 Metern Höhe in Ecuador

In der Nähe befindet sich ebenfalls eine Seilbahn. Diese kann man nutzen, um zu weiteren Wasserfällen zu gelangen. Insgesamt gibt es 7 an der Zahl, die auch auf einer Wanderroute abgegangen werden können. Gleich 7 Wasserfälle, man könnte behaupten, Mindo ist eine kleine Hauptstadt der Wasserfälle.

Im Casa de Mariposas, dem “Haus der Schmetterlinge” kann man sich Hunderte Schmetterlinge ansehen, welche ohnehin auch in freier Wildbahn rund um Mindo massenhaft vorkommen. Eine Artenvielfalt, wie sie sich der gemeine Mitteleuropäer kaum vorstellen kann.

Mindos Tausende Schmetterlinge

In der Seilbahn zu den Wasserfällen rund um Mindo

In der Seilbahn zu den Wasserfällen rund um Mindo

Auch Vögel kann man in Mindo unzählige beobachten, dafür muss man nicht einmal in ein besonderes Gebäude gehen. Hier leben über 500 verschiedene Arten, die alle im Zuge einer Birdwatching-Tour erfasst werden können, durchgeführt von erfahrenen Guides vor Ort. Obwohl das Tal von Mindo im internationalen Vergleich recht klein ist, finden sich hier einige endemische (!) Arten, die nur in dieser Region vorkommen.

Wer im Hostel El Quetzal übernachtet, hat Glück. Denn dieses bietet auch die Möglichkeit an, das Schokoladenmuseum zu besuchen. Von der Kakaobohne bis zum fertigen Schokoladenprodukt kann man hier den gesamten Prozess verfolgen. Eine interessante Abwechslung zu den vielen Eindrücken aus der Natur rund um Mindo.

Apropos Abwechslung: in Mindo kann man sich auch umfassend sportlich betätigen. Quadfahren ist hier möglich, oder man mietet sich ein Fahrrad, um die zugegeben recht bergige Umgebung zu erkunden. Dennoch werden Fahrradtouren rund um Mindo explizit empfohlen. Auch ein “Walk” auf dem Canopy ist für alle Besucher von Mindo möglich. Kurzum: Ein Aufenthalt in Mindo ist ein Highlight einer jeden Ecuador-Reise.

Anreise von Quito knapp zwei Stunden Fahrt

Die Entfernung nach Quito beträgt nur knapp 60 Kilometer Luftlinie. Dennoch muss man für die Anfahrt über Berg und Tal auf nicht perfekten Straßen zwei Stunden, manchmal auch etwas mehr, einrechnen. Für die Verhältnisse in Ecuador ist dies allerdings eine akzeptable Reisedauer. Diese Anreise kann auch per regelmäßig verkehrendem Bus bewältigt werden, wie es in Ecuador üblich ist. Dabei lernt man vielleicht auch ein wenig etwas über die Menschen kennen – spannend.

Creative Commons License photo credit: alexanderjwatts

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Sehenswürdigkeit in Quito, Ecuador: El Panecillo mit Madonnen-Statue

El Panecillo und die Virgin de Quito

El Panecillo und die Virgin de Quito

Sehenswürdigkeiten in Quito gibt es sehr viele. Eine auch im Wortsinne herausstechende ist “El Panecillo”, ein Hügel, auf dem die im Bild befindliche Statue angelehnt an die “Madonna von Quito” von weiten Teilen der Stadt aus zu erblicken ist. Man nennt die Statue auch “die Tänzerin”, gleichwohl sie eine klassische Madonnen-Darstellung ist.

“El Panecillo” ist etwa 200 Meter höher als der Rest der Stadt. Ein Besuch zu Fuß ist lohnenswert, wenn man langsam über die Stadt aufsteigt und Quito weiträumig überblicken kann. Der Hügel ist vulkanischen Ursprungs und befindet sich über 3000 Meter über dem Meer, wie ja aber ganz Quiot relativ hoch gelegen ist. (mehr …)

Ecuador: Wichtigste Sehenswürdigkeiten in Quito

Blick über Quito auf einer seiner schönen Straßen

Blick über Quito auf einer seiner schönen Straßen

Quito bietet so viel an Sehenswürdigkeiten, unzweifelhaft die meisten Sehenswürdigkeiten in Ecuador an geballtem Orte. Die erste Großstadt welweit, die in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde, war im Jahr 1978 Quito, die Hauptstadt von Ecuador. Dies geschah noch vor der Aufnahme aller anderen größeren und kleineren Siedlungen der Menschheitsgeschichte, welche auch heute noch existieren. Bei so fraglos existenter Einigkeit darüber, wie umfassend Quito sich dazu eignet, einen Teil des Weltkulturerbes darzustellen, müssen die Vorzüge Quitos überwältigend sein. Und das sind sie auch heute noch, wie die folgende Liste — nicht nur für Teilnehmer einer Ecuador-Reise lesenswert — zeigt.

Dabei sei vorweg erähnt, dass Quito vor historischen Gebäuden, Denkmälern und Kirchen nur so überquillt. Es kann also im folgenden nur einen kleineren Ausschnitt der sehenswerten Stätten von Quito geben. (mehr …)

Anmutiges Ecuador: Historische Altstadt von Cuenca besichtigen

Die sehenswerte historische Altstadt von Cuenca ist noch dazu farbenfroh

Die sehenswerte historische Altstadt von Cuenca ist noch dazu farbenfroh

Charmant ist die Innenstadt der drittgrößten Stadt Ecuadors ohnehin in ihrer gesamten Erscheinung. Da fällt es schwer zu glauben, dass dieser Charme von der historischen Altstadt von Cuenca noch übertroffen werden kann. Wieder zeigt sich: Reisen zu den Sehenswürdigkeiten von Ecuador können so vielfältige Eindrücke vermitteln, dass für jede und jeden etwas dabei ist.

Das Zentrum des historischen, überaus gerne besuchten Kerns von Cuenca gruppiert sich um den Plaza Abdón Calderón, mit den beiden Kathedralen “La Catedral Vieja” und “La Nueva Catedral”, die zwar nie komplett fertig gestellt wurde, heute aber gerne mal bis zu 10.000 Gläubige bei Messen in ihrem Inneren aufnehmen kann. Die ältere Kathedrale stammt von 1557 und beherbergt die älteste Orgel ganz Ecuadors, die jüngere wurde erst 1885 begonnen, ist aber nicht weniger hübsch. (mehr …)

Neue Aktivität in Ecuador: Eine Fahrt mit dem “Tren Crucero” durchs ganze Land

Ausblick aus dem Tren Crucero

Ausblick aus dem Tren Crucero

Es ist eine brandneue Aktivität, die Ecuador seinen Bürgern und den Besuchern aus aller Welt möglich macht. Eine Fahrt mit dem “Tren Crucero”-Zug durchs ganze Land — oder auch nur Streckenabschnitte, ganz wie es beliebt. In jedem Fall aber ist man bei einer Fahrt mit dem “Tren Crucero” ganz nah an Ecuador dran, fährt mitten durch die Natur, durch Berge, Täler, Grün und Braun und lernt eine ganz andere Welt kennen.

Brandneu, denn sie ist erst seit diesem Sommer möglich. Aber was für eine Fahrt ist das: Mit der Dampflok durch ganz Ecuador, feuerrot angestrichen, dampft und ächzt sie durchs Gelände. Hintendran viele freudige Mitfahrer, für die allein diese Art der Fortbewegung oft schon etwas Besonderes ist. (mehr …)

Aktivität in Ecuador: Zur Quilotoa-Lagune Wandern

Ins Tal der Lagune hinabsteigen

Ins Tal der Lagune hinabsteigen

Direkt am Rand einer Krater-Lagune übernachten — in Ecuador ist das an der Quilotoa-Lagune möglich, wo findige Veranstalter mehrere Lodges errichtet haben. Erreichen kann man diese aus verschiedenen Richtungen aus auch gut zu Fuß. Eine Wanderung hin zur Lagune Quilotoa macht das Erlebnis noch größer, denn so hat man Zeit, sich eine Menge Vorfreude aufzubauen. Unterwegs begegnet einem allerdings auch schon die Schönheit (und Vielfalt!) der Natur in Ecuador. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt man auf diese Weise.

Dabei ist es üblich, dass das Hauptgepäck auf anderen Wegen transportiert wird und man sich nur für die eigentliche Wanderung ausrüsten muss. Vorbei an steilen Schluchten kann die sanfte Hügellandschaft in der Ferne betrachtet werden. Begleitet von einem ortskundigen Guide ist die Sicherheit gewährleistet und einzig eine geringe physische Belastbarkeit sollte man selbst mitbringen.

An der Lagune selbst angekommen, kann man auf dem weit geschwungenen Talpfad hinabsteigen, bis man zur eigentlichen Lagune gelangt. Der schönste Teil der Wanderung, denn hier sind die Höhenunterschiede gut zu bewältigen. Die Aussicht aber ist sehr einladend. (mehr …)

Reiseziel in Ecuador: Cotacachi (Stadt und Vulkan)

Feierlichkeiten im schönen Cotacachi

Feierlichkeiten im schönen Cotacachi

Die Stadt Cotacachi in Ecuador gilt trotz seiner Nähe zum gleichnamigen Vulkan als eines der saubersten Reiseziele in ganz Südamerika. Überraschend.

Bei nur knapp 20.000 Einwohnern fällt das Sauberhalten vielleicht auch nicht so schwierig wie in einer Millionenmetropole. Dennoch sticht Cotacachi mit dieser Eigenschaft aus seiner direkten Umgebung heraus.

Bekannt ist die Stadt auch für ihre Fülle an Auswahl bei Rindsleder, das in der Region mit großem Sachverstand produziert wird.

Touristisch interessant ist aber nicht nur der in der Nähe befindliche — und erloschene Vulkan Cotacachi — sondern vor allem der darunter befindliche Vulkansee namens Cuicocha. Ausflüge und Touren an diesen See werden gerne von Cotacachi aus unternommen. (mehr …)

Nur in Südamerika: der Andenbär

So sieht ein Brillenbär aus

So sieht ein Brillenbär aus

Der Andenbär oder auch Brillenbär (das Foto zeigt deutlich, woher die letztere Bezeichnung stammt) lebt, wie der Name schon sagt, in den Anden. Er ist der einzige Bär in Südamerika, dabei aber nicht weniger gefährlich als seine Artgenossen in anderen Regionen der Erde. Schließlich ist auch der Andenbär ein Raubtier.

Zwar ist er mit 190 Zentimetern Körpergröße und nur zwischen 120 und 180 Kilogramm Körpergewicht unter den Bären nicht gerade der stärkste auf den Rippen, die Weibchen sind sogar noch deutlich kleiner und schmächtiger, doch hat er kaum direkte natürlich Feinde. Dennoch ist er wie so viele vor allem größere Tiere in seinem Überleben bedroht. (mehr …)

Ecuador: Berg “Chimborazo” ist der Sonne am nächsten

Chimborazo - der Sonne am nächsten

Chimborazo – der Sonne am nächsten

Der höchste Punkt der Erde ist — nicht der Mount Everest. Zumindest wenn man diese Frage danach bewertet, welcher Ort auf unserem Planeten der Sonne am nächsten liegt. Dann nämlich lautet die Antwort der “Chimborazo” in Ecuador. Zwar ist er mit 6.310 Metern über dem Meer deutlich kleiner als der Mount Everest.

Doch liegt er in “Ecuador”, nahe am Äquator und damit der Sonne näher als der Mount Everest im Himalaya. Denn der Chimborazo ist der Punkt auf der Erde, welcher am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt liegt. (mehr …)