Das Tier der Anden: das Lama

Ein Lama in Macchu Picchu

Ein Lama in Macchu Picchu

Ein Lama ist eine Unterart eines Kamels. Ursprünglich kommt es nur in den Anden vor, sein natürliches Verbreitungsgebiet schrumpft allerdings bedenklich. Früher war es überall in den Anden in Südamerika zu finden, seit Jahrzehnten schrumpft das natürliche Ausbreitungsgebiet dieser so zotteligen und für die Anden typischen Tiere. Dass man Lamas für so alltäglich nimmt, liegt daran, dass sie in etlichen (auch kleineren oder privaten) Zoos gehalten werden. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen. Die Lamas sind das Tier der Anden — und nur der Anden.

Die Lamas sind dort Haustiere der Menschen, doch natürlich gab es zunächst eine wild lebende Form. Offenbar wurden sie aber an mehreren Orten in Südamerika unabhängig voneinander domestiziert. Dies geschah wohl schon vor etwa 5000 Jahren. (mehr …)

Neues Raubtier in den Anden entdeckt

Der große Bruder des Olinguito, der Olingo ist ebenfalls schon recht klein

Der große Bruder des Olinguito, der Olingo ist ebenfalls schon recht klein

Die Wissenschaft ist schon so weit und so lange aktiv. Doch immer wieder werden neue, besser gesagt zuvor unbekannte Tierarten entdeckt. Seien es eine neue Affenart in Kenia oder wie vor Kurzem ein neues Raubtier in den Anden von Südamerika. Wobei die Bezeichnung “Raubtier” eventuell etwas irreführend sein könnte.

Denn wer nun einen Tiger, eine Hyäne oder ein Krokodil erwartet, der wird erstaunt sein, wie diese dem Menschen bislang unbekannter Raubtierart daherkommt. Flauschig, klein und wenn man sie auf Fotos sieht nichts anderes als niedlich. Olinguito heißt das Tier und ist mit seiner Entdeckung das erste neu entdeckte Raubtier in der westlichen Hemisphäre seit über drei Dekaden.

Die Entdeckung lief aber weniger spektakulär ab, als man sie sich bei den Vokabeln “Raubtier” und “Südamerika” vorstellt. Wissenschaftler untersuchten Exemplare des bereits bekannten Olingo, und stießen dabei auf Abwandlungen bestimmter Merkmale bei wenigen Exemplaren, die die Einteilung einer neuen Art nötig machten. (mehr …)

Nur in Südamerika: der Andenbär

So sieht ein Brillenbär aus

So sieht ein Brillenbär aus

Der Andenbär oder auch Brillenbär (das Foto zeigt deutlich, woher die letztere Bezeichnung stammt) lebt, wie der Name schon sagt, in den Anden. Er ist der einzige Bär in Südamerika, dabei aber nicht weniger gefährlich als seine Artgenossen in anderen Regionen der Erde. Schließlich ist auch der Andenbär ein Raubtier.

Zwar ist er mit 190 Zentimetern Körpergröße und nur zwischen 120 und 180 Kilogramm Körpergewicht unter den Bären nicht gerade der stärkste auf den Rippen, die Weibchen sind sogar noch deutlich kleiner und schmächtiger, doch hat er kaum direkte natürlich Feinde. Dennoch ist er wie so viele vor allem größere Tiere in seinem Überleben bedroht. (mehr …)

Peru baut Tunnel durch die Anden, Verbindungen verbessern

Künftig viel schneller nach Huancayo

Künftig viel schneller nach Huancayo

Perus Hauptstadt Lima wird in Zukunft deutlich besser und vor allem schneller mit der Stadt Huancayo verbunden sein. Die Pläne für einen insgesamt 23 Kilometer langen Tunnel durch die Anden wurden bereits im letzten Jahr verabschiedet. Nun wurde eine Studie begonnen, wie der Tunnelbau am besten zu bewältigen sei.

In den nächsten Monaten werden bis zum Jahresende diverse Möglichkeiten untersucht, welche konkrete Streckenwahl für den Tunnelbau die sinnvollste, aber auch praktikabelste ist.

Durch den Tunnel wird eine Eisenbahnlinie verkehren, doch auch über die Unterbringung von Lastwagenverkehr in den so entstehenden Rohren wird nachgedacht. Außerdem wird die Trinkwasserversorgung hier durchgeführt. Und Glasfaserkabel sollen ebenfalls verlegt werden.

Wer tief bohrt, muss auch tief in die Tasche greifen: über 3 Milliarden US-Dollar wird der Tunnel mitten durch die Anden kosten, Stand heute. Für gewöhnlich erhöhen sich die Kosten dieser Projekte im Laufe des Baus ohnehin noch. (mehr …)

Ein rein amerikanisches Tier: der Puma

Den Puma gibt es nur in Amerika

Den Puma gibt es nur in Amerika

Ein nur in Nord- und Südamerika verbreitetes Tier, das man auf den übrigen Kontinente der Welt nur aus dem Zoo kennt, ist der Puma. Weltweit bekannt, nicht zuletzt sicher wegen des Wirkens eines Sportartikelherstellers, aber auch ohne diesen wäre der Puma wohl eines der bekannteren Lebewesen zwischen Himmel und Erde auf diesem Planeten. Denn er ist elegant, er ist gewandt, er ist schnell, er ist gefährlich und nicht zuletzt bietet er Raum für Projektionen. Dass er aber nur in Nord- und Südamerika vorkommt, ist wohl nicht ganz so bekannt. Weshalb wir darüber berichten und im selben Atemzug darauf hinweisen, dass man schon selbst nach Nord- oder am besten Südamerika reisen muss, wenn man Pumas in der freien Natur erleben will. (mehr …)

Vikunja — das Andentier

Ein Vikunja, wie es sie nur in den Anden gibt

Ein Vikunja, wie es sie nur in den Anden gibt

Das Vikunja gehört zur Familie der Kamele, ist in Europa aber sehr unbekannt, weil sein Verbreitungsgebiet einzig in den Anden liegt — und auch hier kommt es nur in Höhen zwischen 3.500 und 5.500 Metern vor. Dabei ist das Vikunja deutlich hübscher als ein Kamel, und weckt mit seinem pelzigen Fell, das wegen der Kälte in seinem hoch gelegenen Lebensraum besonders dicht ist, Assoziationen an das eine oder andere Stofftier.

Etwa 100 Zentimeter Schulterhöhe befindet sich der Kopf auf etaw 150 Zentimetern Höhe und mit braunem Fell, das am unteren Körperbereich weiß wird, erinnert vor allem die Schnauze wie der sonstige Kopf an Kamele.

Wissenschaftlich gesehen ist der Name des Vikunjas zwar lama vicugna, doch bleibt man mehrheitlich dabei, dass die Vikunja eine eigene Gattung darstellen, vor allem weil sich ihr Gebiss stark von jenem eines Lamas unterscheidet. (mehr …)