Kautschuk aus Lateinamerika – Das flüssige Gold vom Baum der Tränen

Kautschuk Baum in AmerikaKautschuk ist ein elastisches Polymer, das unter anderem aus dem Milchsaft des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis) hergestellt wird. Es handelt sich um ein sehr flexibles und robustes Material, was es in der Gummiproduktion so beliebt macht. Erstmals zur Produktion verwendet wurde Kautschuk bereits von den amerikanischen Ureinwohnern, bevor Amerika überhaupt entdeckt wurde. Heute werden ca. 60% des weltweiten Kautschukbedarfs durch petrochemisch hergestellten Kautschuk gedeckt.

Zusammensetzung des Endprodukts

Zusammengesetzt wird das Endprodukt aus 60-75% Wasser, 25-35% Kautschuk, bis zu 2,5% Harze, bis zu 2% Eiweiße und zu etwa 1% Mineralstoffen. Der größte Anteil davon wird in Plantagen gewonnen. Verkauft werden kann Kautschuk in flüssiger Form, fester Form oder als Pulver.

Die fünf Hauptproduzenten weltweit sind Thailand, Indonesien, Malaysia, Indien und China. In Afrika sind es die Elfenbeinküste, Nigeria und Liberia, in Amerika Brasilien, Guatemala und Mexiko.
Die Hauptabnehmer des Kautschuks sind die USA, Japan, China, Deutschland und Frankreich. Benutzt wird der Kautschuk zu weiteren Produktion von Materialien oder Gegenständen, z.B. wird etwa 70% des Kautschuks weltweit für die Herstellung von Autoreifen genutzt, die Händler wie Tirendo verkaufen, etwa 12% wird für die Herstellung von Latexprodukten verwendet und 8% für technische Produkte. Außerdem wird Kautschuk als Bindemittel, für die Kunststoffproduktion und viele weitere Produkte gebraucht (insgesamt etwa 30000 verschiedene).

Das Material aus den Kautschukbäumen kann allerdings allergische Reaktionen bewirken, zudem ist die Produktion in Südamerika aufgrund starken Pilzbefalls eingeschränkt. Ein großflächiger Anbau von Kautschukbäumen ist dort deshalb nicht möglich. Dieser gegen Chemikalien sehr resistente Pilz hat mittlerweile auch Südostasien erreicht, auch wenn er dort erst gering verbreitet und daher noch zu bekämpfen und ungefährlich ist. Wenn er sich aber weiter ausbreitet könnte die Kautschukproduktion in Südostasien zu Grunde gehen, so die Einschätzung der Experten.
Dabei spielt die Kautschukproduktion eine sehr wichtige Rolle für die Wirtschaft der eben aufgezählten Staaten Südostasiens.
Ein Kautschukbaum wächst des Weiteren sehr langsam, die Ernte ist erst nach vielen Jahren möglich.

Löwenzahn als Alternative?

Eine mögliche alternative könnte in Zukunft ein Unkraut sein, nämlich der Löwenzahn. Russischer Löwenzahn, um genauer zu sein. Dieser wird derzeit für die Kautschukherstellung getestet und optimiert, da der Naturkautschukanteil im Milchsaft des russischen Löwenzahns mit ca. 30% deutlich höher als gewöhnlich ist und daher für Produktion geeignet sein könnte. Die bei uns als Unkraut eingestufte Pflanze wächst, wie Ihnen wahrscheinlich bekannt ist, deutlich schneller und ist daher auch weniger kostenintensiv. In einigen Jahren könnte dieser Löwenzahn also großflächig in Gewächshäusern angebaut werden und einen Ersatz für die Kautschukbäume darstellen, sollte der Pilzbefall auch in Südostasien außer Kontrolle geraten.

 

Copyright zum Bild:  istock.com/styf22

Naturschauspiel nur in Lateinamerika: Glasfrösche

Glasfrosch, wie es ihn nur in Lateinamerika gibt

Glasfrosch, wie es ihn nur in Lateinamerika gibt

Was ein wenig wie ein Schauermärchen aus geheimen Laboren klingt, ist tatsächlich ein echtes Wunder der Natur. Glasfrösche gibt es wirklich, also transparente Tiere. Nur in Lateinamerika kommen sie vor und auch nur vom südlichen Mexiko bis nach Bolivien, Argentinien und Brasilien. Doch sie sind real.

Für den gewöhnlichen Menschen wird es schwierig, sie im Laufe einer Reise nach Südamerika oder Mittelamerika zu Gesicht zu bekommen. Nich so sehr, weil sie durchsichtig sind, sondern weil sie in den Tiefen der Regenwälder leben, wo kaum ein Mensch mal hinkommt. Zwar gibt es ausgedehnte Touren durch die Regenwälder überall im Angebot. Eine Garantie dafür, sie auf einer solchen Tour durch die Regenwälder Lateinamerikas zu treffen, gibt es aber natürlich nicht. (mehr …)

Eine der schönsten Städte Boliviens: Potosi mit seiner kolonial geprägten Innenstadt

Die Kathedrale von Potosi

Die Kathedrale von Potosi

Auch wenn das Zentrum der Stadt Potosi in Bolivien in seinem Kolonialstil an ein weniger schönes Kapitel der Stadt erinnert, stellt es eines der sehenswertesten Zentren von Städten in Bolivien überhaupt dar. Einst hatten die Spanier hier die indigenen Einwohner Potosis und seiner Umgebung zu qualvollen Minenarbeiten gezwungen. Doch diese Zeiten sind glücklicherweise längst vorbei.

Heute erstrahlt die Stadt als eine der schönste im ganzen Land und die Sehenswürdigkeiten von Potosi tauchen auch in der Liste der wichtigsetn Sehenswürdigkeiten Boliviens auf. Nicht ganz zufällig taucht die gesamte Innenstadt mit ihren perfekt instand gehaltenen Kolonialbauten auch auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO auf. (mehr …)

Südamerika plant eine zweite EU zu werden

Hat Brasilien bald eine andere Währung?

Hat Brasilien bald eine andere Währung?

Eine einheitliche Währung soll her, eine noch engere Verzahnung der Politik und in vielen Fragen eine gemeinsame Stimme. So lauten die Pläne der südamerikanischen Staaten für die mittlere Zukunft. Schon im Jahr 2025 soll die neue Währung da sein, fußend auf der “Union Südamerikanischer Nationen”, die 2008 ins Leben gerufen wurde.

Ziel dieser Maßnahmen ist der Kampf gegen Armut, Ungleichheit und soziale Ungerechtigkeit, wie die Gründer ihre Absichten erkären. Weiterer Teil der Maßnahmen soll ein einheitliches Südamerika-Parlament sein, dass alle Staaten des Kontinents umfasste. (Bis auf Französisch-Guyana, welches Teil der französischen Übersee-Gebiete ist und damit schon jetzt zur EU gehört.) (mehr …)

In Lateinamerika herrscht politische Freiheit

Die Weltkarte der Freiheit zeigt an, wieso von den außereuropäischen Zielen neben den USA, Kanada und Australien vor allem die Länder Südamerikas als Reiseziele gerne gewählt werden. Hier ist die politische Lage zwar nicht immer ganz so stabil wie in den EU-Staaten, doch Freiheit und Demokratie herrschen nicht nur auf dem Papier. Was sich auch in der wachsenden Beliebtheit von Südamerika als Reiseziel unter deutschsprachigen Reisenden bemerkbar macht.

Hier die Infografik auf einen Klick-Blick.

Sonnenaufgang über La Paz, Bolivien

Ein glücklicher Fotograf hat dem Internet diesen schönen Schuss überlassen, als er einen faszinierenden Sonnenuntergang über La Paz, der Hauptstadt Boliviens einfing. Farbenfroher geht es wohl kaum auf diesem Planeten.

Vergnügungspark in Kolumbien: Salitre Magico

Screenshot Salitre Magico

Screenshot Salitre Magico

Kolumbien steht nicht gerade für Spaß in der Weltöffentlichkeit. Dabei ist es eines der am besten entwickelten Länder in Südamerika und was darf in einem solchen Land, nicht zuletzt für die Einheimischen, nicht fehlen? Natürlich die Vergnügungsmöglichkeiten abseits der Arbeit.

Eine solche befindet sich in Bogotá und trägt den schönen Namen “Salitre Magico”, benannt nach dem Salitre Park, in dem sie ansässig ist. Es ist nicht allein jenes Gefährt, welches unten im Video zu sehen ist, sondern gleich ein ganzer Freizeitpark mit allem Pipapo, das man sich wünscht, wenn man seiner kindlichen Seite mal wieder Ausgang geben möchte.

Dazu zählt das “Schloss des Grauens” mit 24 spannenden Gelegenheiten, sich zu gruseln und zu ängstigen. Unterhaltungsmöglichkeiten für die Familie, mit einem Karusells auch für die Kleinen und Mini-Achterbahnen sowie einem Highlight (im Wortsinne), welches unten im Video zu sehen ist.

Als das Salitre Magico 1973 eröffnet wurde, war er eine der modernsten Vergnügungsparks in ganz Lateinamerika. Diesen Status musste er inzwischen abtreten, dennoch ist ein Besuch weiterhin auch für Erwachsene quicklebendig machend und unterhaltsam. Im Jahr 2000 wurde der Park allerdings renoviert und bietet nun 20 verschiedene elektrische Fahrgeschäfte, von der Achterbahn bis zur Wasserrutsche. Angesichts der Temperaturen in Bogotá sicher keine schlechte Idee, sich hier auf angenehme Weise im kühlen Nass zu erfrischen.

Sehr lohnenswert, ein Besuch des “Salitre Magico” in Bogotá, einem der berühmtesten Freizeitparks ganz Südamerikas.

Das Video stammt zwar von den Betreibern selbst, ist also Werbung, dafür macht es eindrücklich klar, womit jüngere Erwachsene in den Salitre Magico gelockt werden. Viel Spaß beim Sturz in die Tiefe:

Netter Bewohner von Mittelamerika und Südamerika: Der Ameisenbär

Uramerikanischer Bewohner - der Ameisenbär

Uramerikanischer Bewohner – der Ameisenbär

In jeder Kinderstube bekannt ist der Ameisenbär. Dabei wohnt er weder in Nordamerika noch in Europa, wo wohl die meisten Geschichten herstammen, welche man kleinen Kindern erzählt. Denn der Ameisenbär lebt allein in Mittel- und in Südamerika. Und hat es dennoch zu weltweiter Bekanntheit geschafft. Seine Lebensart ist aber auch ein großes Alleinstellungsmerkmal.

Trotz seines Namens ist er übrigens nicht mit dem Bären verwandt. Und was viele vielleicht auch nicht wussten: Der Schlauch, mit dem er seine Nahrung aufnimmt, besteht anders als beim Elefanten aus Knochen (zumindest in größeren Teilen), so dass er mitnichten so beweglich ist wie der Rüssel eines Elefanten und auch nicht so umfassend als Nutzwerkzeug dienen kann. (mehr …)

Maracas: die typischen Rumba-Rasseln

Das sind Maracas

Das sind Maracas

Maracas heißen sie fast überall in Südamerika, die man auf deutsch schlicht als “Rasseln” bezeichnet, aber auch gerne mit etwas mehr Nähe zu Südamerika als “Rumba-Kugeln”. Der hohle Körper der Maracas enthält eine kleine körnige Füllung, die nicht genau festgelegt ist. Was sich eignet, kann verwendet werden.

Beim Spielen der Maracas nimmt man diese je in eine Hand (sie werden fast immer paarweise benutzt, nur selten nutzt man nur eine von ihnen, welche man in die dann freie andere Hand schlägt), und rasselt schlicht mit ihnem im Takt der Musik, die man damit begleitet. Manchmal sind Maracas auch gar das einzige vorhandene Instrument, dann reichen sie dennoch aus, die Beine der Anwesenden in die gewollten Schwingungen zu versetzen.

Je feiner die Füllung ist, desto präziser kann man mit ihnen im musikalischen Sinne vorgehen und auch die Lautstärke besser variieren, je nach Intensität des Rasselns mit den Maracas. (mehr …)

Jamaika: Bob Marley feiert Geburtstag

One love aus Jamaika

One love aus Jamaika

Leider feiert er diesen nicht mehr unter den Lebenden, wie wir wissen. Doch am 6. Februar war es auf Jamaika und in seinem Heimatort Nine Miles mal wieder so weit. Man gedachte des erst 1945 geborenen Superstars (nicht nur) der Reggae-Musik, der in diesem Jahr somit erst 68 Jahre alt geworden wäre und bei normalem Verlauf immer noch zu den Lebenden zählen würde. 1981 verstarb er viel zu früh, weil er sich zu spät um eine Behandlung von Hautkrebs gekümmert hatte.

An jenem 6. Februar 1945 vor nun 68 wurde Robert Nesta Marley im Hause seines Großvaters im Bezirk Saint Ann auf Jamaika geboren. Was nur wenig später geschah, lässt die Welt noch heute feiernd und tanzend zusammenkommen, denn Bob Marley schrieb mit seinen Wailers einige der ganz großen Welthits der Rock- und Popmusik, sofern man Reggae zum erweiterten Kreis der Rock- und Popmusik zählen möchte. (mehr …)