Die Iguazú-Wasserfälle

Tosend, lärmend, spritzend, funkelnd: Die Wasserfälle von Iguazú genau an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien sind alles zusammen und vor allem – riesig groß. Sie sind zusammengesetzt aus vielen kleinen und mehreren großen Klippen und Vorsprüngen, über die das Wasser hinabstürzt. Zusammen erstrecken sie sich über 2,7 Kilometer Länge.

 

Touren, Ausflüge und Reisen zu den Iguazú-Wasserfällen

Die Iguazu Wasserfälle

Die Iguazu Wasserfälle

Sowohl Aussichtsplattformen als auch Bootsfahrten unterhalb der Iguazú-Fälle sind möglich. Allgemein gelten die Aussichtsplattformen auf der argentinischen Seite als interessanter und mit den besseren Ausblicken. Einige Strecken zwischen den Wasserfällen sind sogar behindertengerecht ausgebaut. Ein Rundgang allein auf der argentinischen Seite dauert schon zwischen 4 und 6 Stunden. Dafür bietet der Rundgang auf der brasilianischen Seite wohl die besseren Panoramen der Wasserfälle von Iguazú. In Brasilien kann man auch Helikopter-Touren entlang der herabstürzenden Wassermassen durchführen – für die ganz Mutigen. Kletschnass wird man in jedem Fall, ob nun bei einer Boots- oder Helikoptertour in der Nähe der Wasserfälle, aber es besteht kein Zweifel, dass sich das auch lohnt.

Sehenswert sind auch die hinter – jawohl, richtig gelesen, hinter – dem herabstürzenden Wasser lebenden Rußsegler. Rußsegler sind Vögel, die geschickt die Tarnung und den Schutz des herabstürzenden Wassers nutzen, um dahinter ihren Lebensraum zu haben. So kommt es, dass sie keine natürlichen Feinde haben – sieht man einmal vom Hochwasser ab, das immer mal wieder bei Iguazú vorkommt.

Insgesamt bestehen die Wasserfälle von Iguazú aus 20 großen und über 250 kleineren, einzelnen Wasserfällen. Die höchsten von ihnen erreichen eine Fallhöhe von 82 Metern, die meisten befinden sich auf ungefähr 65 Metern Höhe (unbedingt unten das Video ansehen).

Auf beiden Seiten der Grenze haben die jeweiligen Staaten übrigens Nationalparks eingerichtet. Der argentinische schreibt sich Nationalpark Iguazú, der brasilianische Nationalpark Iguaçu. Völlig zurecht ist diese beeindruckende Konstellation an Wasserfällen Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. In diesen Nationalparks leben viele sehenswerte, aber bedrohte und deshalb schützenswerte Tierarten. Alleine an Schmetterlingen leben in den Nationalparks nicht weniger als 800 (!) verschieden Arten, dazu kommen die für die Region so typischen Papageien und viele weitere Tiere.

Unten stehendes Video von den Iguazú-Wasserfällen vermittelt einen Eindruck davon, wie die Wasserfälle im Bewegtbild aussehen und auch, wie nah man auf den diversen Plattformen an die Wasserfälle herangehen kann. Teilweise steht man nur einige Armlängen vom herabstürzenden Wasser entfernt.

Anreise

Von Buenos Aires in Argentinien aus dauert die Anreise mit dem Bus etwa 20 Stunden, eine Fahrt kostet ca. 40 US-Dollar. Genauso kann man auch von Brasilien aus, von Porto Alegre, die Wasserfälle per Bus erreichen. Praktischer ist natürlich die Anreise per Flugzeug, wiederum haben beide Länder je einen Flughafen eingerichtet, der sogar jeweils nach den Wasserfällen benannt ist. Diverse Fluggesellschaften der Länder bieten Flüge zu den Flughäfen an.

 

Trivia

Interessante Trivia am Rande: Die Wasserfälle von Iguazú sind gleich zwei Mal in der Filmgeschichte verewigt. 1979 waren sie Schauplatz einer Szene im James-Bond-Film “Moonraker”, 2008 sind sie in “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” zu sehen. Der Name Iguazú selbst ist da in seiner Bedeutung unspektakulärer: Er bedeutet schlicht “großes Wasser”. Trefflich.

Quelle Foto: Carlosh / pixelio.de



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