Galapagaos Inseln – Reisen und Tipps

Eine beliebte Quizfrage bei den Quizspielen dieser Breitengrade lautet: Zu welchem Land gehören die Galapagos-Inseln?

Die Frage ist deshalb interessant, weil jeder die Galapagos-Inseln kennt, aber fast niemand ahnt, dass sie zu Ecuador gehören, dem recht kleinen Staat im Westen von Südamerika. Das liegt nicht allein daran, dass die Inseln in Bezug auf Tier- und Pflanzenwelt so gänzlich anders sind als das ecuadorianische Festland, sondern auch daran, dass die Inseln mehr als 1.000 Kilometer von der Küste Südamerikas entfernt liegen.

Genau genommen besteht die Inselgruppe der Galapagos aus 14 größeren Inseln und über 100 kleineren Inseln, von denen aber nur fünf (vom Menschen) besiedelt sind: Santa Cruz, San Cristobal, Isabela, Floreana und Beltra. Mittlerweile sind über 30.000 Menschen offiziell Einwohner der Galapagos, diese Zahl stieg in den letzten Jahren rasant an. Nicht erstaunlich allerdings, denn das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen der Bewohner ist deutlich höher als auf dem Festland in Ecuador.

 

Tier-und Pflanzenwelt

Meerechse auf den Galapagos Inseln

Meerechse auf den Galapagos Inseln

Da so unheimlich viele der auf den Galapagos-Inseln vorkommenden Pflanzen und Tiere endemische Arten sind, d. h. einzig und allein auf den Galapagos-Inseln zu finden sind, erklärte die UNESCO die Inselgruppe zum Weltkulturerbe. Das hat die angenehme Konsequenz, dass 97 Prozent der Land- und 99 Prozent der Wasserflächen unter Naturschutz stehen.

Berühmt wurden die Galapagos-Inseln aber schon lange vor dieser Entscheidung der UNESCO, und das liegt in der Verantwortung von Charles Darwin. Dieser hat durch seine Funde in Bezug auf Tiere und Pflanzen auf den Inseln diverse Denkanstöße erhalten, die ihn schließlich zu seiner Evolutionstheorie brachten. Die “Darwinfinken” spielten dabei allerdings erst bei späteren Veröffentlichungen eine Rolle.

Die meisten der Touristen kommen aber nicht aus historischem Interesse auf die Galapagos-Inseln, sondern weil das Ökosystem der Inselgruppe so einzigartig ist. Die Anreise erfolgt dabei immer per Flugzeug, sofern nicht eine der vielen Möglichkeiten zu Kreuzfahrten rund um die Galapagos-Inseln genutzt wird. Dabei und bei vielen anderen angebotenen Gruppenreisen auf den Inseln gibt es die Möglichkeit, die besondere Tier- und Pflanzenwelt intensiv kennenzulernen und zu studieren.

Seelöwen, Schildkröten, Leguane, Echsen und Pelikane sowie viele weitere Vogelarten sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt der Tierwelt um und auf den Galapagos-Inseln. Einige der Arten, die hier endemisch sind, sind naheliegenderweise sogar nach dem Namen der Insel (der Name bedeutet übrigens “Sattel”) benannt. Interessantes Phänomen der Flora der Galapagos-Inseln: Weil es auf den Inseln nur eine bestimmte Bienenart gibt, haben die Blüten aller vorkommenden Blumen auf der Insel die selbe Farbe: gelb.

Doch nicht zuletzt ist auch die Landschaft der Galapagos-Inseln hinreißend. Die Strände sind ebenso schön wie die Farben, die der Himmel über dem Pazifik auf die Netzhaut zaubert. Das Hochland der Inseln ist meist von Vulkanen geprägt, doch gibt es hier auch hügelige Landschaften mit ausgeprägtem Bewuchs.

Wichtigster und beliebtester Ort für Reisende auf den Galapagos-Inseln ist die größte Stadt der Inselgruppe: Puerto Ayora. Er bietet allen modernen Komfort, den man sich als Tourist auf den Galapagos-Inseln wünschen kann.

Da die Inseln ständig in ihrer weltweiten Beliebtheit als Reiseziel gewachsen sind, ist der Zugang zu den Galapagos-Inseln mittlerweile reglementiert.

Schöner Nebeneffekt der insgesamt doch geringen Einwohnerdichte auf den Inseln und das trotz der nicht kleinen Zahl an Touristen: Kriminalität ist auf den Inseln so gut wie überhaupt kein Problem. Was sollte einen dann noch von einem Besuch auf diesem wundervollen Schlenker der Evolution abhalten?

Quelle Foto: Jochen/pixelio.de



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