Französisch-Guayana

Flagge
Amtssprachen Französisch
Hauptstadt Cayenne
Fläche 83.534 km²
Einwohnerzahl 229.000 (2009)
Telefonvorwahl +594
Währung Euro (€) 1 Euro = 100 Cent
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Landkarte  

 

Französisch-Guayana, alternative Schreibweise ist Französisch-Guyana, ist ein Teil der Republik Frankreich, ein so genanntes Überseedepartement. Aus diesem Grund ist Französisch-Guayana auch Teil der EU, eine Einreise kann also für Bürger der EU ohne besonderes Visum erfolgen. Das Departement liegt in Südamerika zwischen Brasilien und Suriname. Obwohl es in der öffentlichen Wahrnehmung kaum vorkommt, besitzt es doch eine Fläche, die der von Österreich entspricht.

Französisch-Guayana ist sogar für einen Rekord innerhalb der EU verantwortlich: Es besitzt das größte zusammenhängende Waldgebiet der gesamten EU. 90 Prozent des Landes sind mit tropischem Regenwald bedeckt.

Die Hauptstadt des Departements ist Cayenne mit rund 60.000 Einwohnern, weitere Städte sind Saint-Laurent-du-Maroni, Kourou und Matoury. Wie die Anwesenheit von so viel Regenwald bereits vermuten lässt, herrscht in Französisch-Guayana tropisches Klima. Das sind um die 28°C das ganze Jahr über hinweg.

Zur Zeit verfügt Französisch-Guayana über etwa 200.000 Einwohner, allerdings ist die Zahl aufgrund einer sehr hohen Geburtenrate stark steigend. Die meisten Menschen sind Schwarze und Kreolen, nur etwa 10 Prozent der Einwohner sind Nachfahren von Europäern. Dazu kommen noch einmal 10 Prozent indigener Bevölkerung.

Wichtigster Wirtschaftsfaktor der ärmsten Region Frankreichs (nur 60% der Kaufkraft des EU-Durchschnitts) ist der Weltraumbahnhof der EU in Französisch-Guayana. Das Centre Spatial Guayanais bringt Nutzlasten ins All. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt locken die regelmäßigen Starts von Ariane-Trägerraketen auch immer wieder viele Touristen ins Land. Außerdem lebt man in Französisch-Guayana auch noch von Forstwirtschaft (Regenwald) und Fischerei. Dazu wird Gold in bedeutenden Mengen exportiert.

Ebenfalls touristisch interessant ist die Iles du Salut, eine ehemalige Gefangeneninsel, die bis 1951 bestand. Sie umfasst auch die “Teufelsinsel”, alle drei Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Die Ruinen der Strafkolonie, in der die Gefangenen teils unter unmenschlichen Bedingungen untergebracht waren, werden häufig von Touristen aufgesucht. Zu Weltruhm gelangte die Inselgruppe und die Strafkolonie durch das später verfilmte Buch “Papillon”.



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