Reisen nach Feuerland: Touren, Aktivitäten

Feuerland: Der Beagle Kanal

Feuerland: Der Beagle Kanal

“Tierra del Fuego”, auf deutsch besser bekannt als “Feuerland“, ganz im Süden von Chile und Argentinien ist ein höchst interessanter Streifen Erde auf unserem Planeten und das richtige Ziel für Abenteurer.

Nicht allein die Landschaft ist beeindruckend und urwüchsig. Zerklüftete Eistäler, dunkle Felsen, man wähnt sich beinahe auf einem anderen Planeten. Außerdem haben die Anden hier ihre letzten Ausläufer, im Gebirge Cordillera Darwin erreichen sie noch einmal bis zu 2.500 Metern. Auch Flora und Fauna von Feuerland machen die Reise ans südliche Ende von Südamerika erstrebenswert. Dazu die Sicherheit, dass Feuerland nicht touristisch überlaufen ist, doch dazu weiter unten noch ein paar Sätze mehr.

Feuerland ist auch deshalb so unwirtlich und gleichzeitig so abenteuerhaft, weil sich das Wetter oft schnell ändert. Grundsätzlich ist es hier eher feucht und kühl, aber häufig ziehen urplötzlich starke Winde bis zu Stürmen auf, die dem Aufenthalt in Feuerland ihren ganz eigenen Charme verleihen. Da größere Regionen in Küstennähe aufgrund dieser starken Winde nicht bewaldet sind, sind auch Moorlandschaften typisch für Feuerland.

Der Beagle-Kanal, der durch die Inseln von Feuerland verläuft, ist benannt nach der HMS Beagle, mit der Robert FitzRoy diese Wasserstraße einst entdeckte. Er verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Im Süden des Beagle-Kanal liegt übrigens mit Puerto Williams die südlichste Stadt der Welt.

 

Touren und Reisen nach Feuerland

Kurz vor Ushuaia

Kurz vor Ushuaia

Ein schöner Vorteil von Feuerland ist, dass es touristisch bisher noch kaum eine Rolle in den Plänen von Touristen spielt und daher immer noch ein exquisites Reiseziel darstellt, bei dessen Erreichung man sich nicht mit anderen auf den Füßen steht. Kreuzfahrten nach Feuerland kann man dennoch ebenso buchen wie eine – allerdings gut vorbereitete – Individualtour planen.

Der Reiz der Gletscher und Eisberge, die man hier aus nächster Nähe besichtigen kann, ist ungebrochen und wird anscheinend immer größer. Schiffe bieten Touren durch den “Allee der Gletscher” getauften Teil des Beagle-Kanals. Während dieser Touren kann man sogar in einem Schlauchboot direkt an die Eisberge und -schollen heranfahren. Wie man sieht, ein Trip nach Feuerland benötigt ein wenig Wagemut.

Nahe der Hauptstadt von Feuerland, der Stadt Ushuaia liegt der Nationalpark Tierra del Fuego, der dem Schutz des fragilen Ökosytems dienen soll. So niedlich er auch sein mag und so begeisternd seine Damm-Bauwerke sind — dass Siedler aus Kanada den Biber hier eingeführt habe, hat das Ökosystem Feuerland ein wenig aus den Fugen gehoben. Sehenswert bleiben die Biberdämme, die es überall auf Feuerland zu bestaunen gibt, natürlich trotzdem.

Der südlichste Punkt von Feuerland ist das berühmte Kap Horn (das aber nicht der südlichste Punkt von Südamerika überhaupt ist). Trotz moderner Technik ist es immer noch eine Herausforderung, das Kap Horn zu umsegeln. Schätzungen gehen von der riesigen Zahl von bis zu 800 Schiffen aus, die hier an den Fährnissen des Meeres

Ushuaia

Ushuaia

und des Kaps gescheitert sind und nun zusammen mit den Überresten von etwa 10.000 Menschen auf dem Meeresgrund vor Kap Horn liegen. Ein wenig düster, dennoch ein weiterer Fingerzeig dafür, welchen Abenteuergeist eine Reise nach Feuerland immer noch versprüht.

Aufgrund der großen Entfernungen, vor allem aber wegen der oft unwegsamen Straßen greift man beim Reisen in Feuerland gerne auf das Flugzeug zurück. Tipp: Die Inlandsflüge in Argentinien oder Chile sind meist viel günstiger, wenn sie vor Ort gebucht werden statt von Deutschland aus.

Quellenhinweis: Die Fotos wurden freundlicherweise von www.fotofeeling.com zur Verfügung gestellt!



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