Ecuador

Flagge
Amtssprachen Spanisch, für „interkulturelle Beziehungen“ Kichwa und Shuar
Hauptstadt Quito
Staatsform Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt Präsident Rafael Correa
Regierungschef Präsident Rafael Correa
Fläche 258.238 km²
Einwohnerzahl 14.306.876 (INEC 2011)
Telefonvorwahl +593
Währung US-Dollar
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Landkarte  

 

Der Vulkan Cotopaxi auf Ecuador

Der Vulkan Cotopaxi auf Ecuador

Ecuador, oder in der ebenfalls zugelassenen Schreibweise Ekuador, liegt, wie der Name verrät, am Äquator. Als eines der wenigen Länder in Südamerika besitzt es Grenzen zu lediglich zwei Nachbarstaaten: Peru im Süden, Kolumbien im Norden. Im Westen allerdings wird das Land vom Pazifik begrenzt. Geographisch und in Konsequenz daraus auch klimatisch besteht Ekuador aus vier komplett unterschiedlichen Zonen. Das sind im Einzelnen der westliche Küstenbereich, die sehr vulkanisch anmutende Region der Anden sowie das Amazonas-Tiefland. Vierte Zone, die tatsächlich gänzlich anders ist als all der Rest auf dem Festland in Paraguay sind die berühmten Galapagos-Inseln.

In Ecuador existieren Höhenlagen zwischen 0 Metern und 6.000 Metern. Meist reicht schon das Zurücklegen sehr kurze Entfernungen, um deutliche Klima-Unterschiede festzustellen. In der Küstenregion gibt es eine echte Regenzeit, einige Gipfel des Landes sind hingegen vergletschert. Der höchste Berg in Ecuador ist der Chimborazo, er liegt in der Sierra und erreicht 6.310 Meter.

Da die Artenvielfalt so groß in Ecuador ist, verwundert es kaum, dass es in dem doch vergleichsweise kleinen Land 12 sehenswerte Nationalparks gibt. Dazu kommen jeweils so genannte “Biosphärenreservate” in den drei unterschiedlichen Klimazonen auf dem Festland.

Die Galapagos-Inseln sind ohnehin für sich genommen schon immer eine Reise wert. Fast 40 Prozent aller hier lebenden Arten sind endemisch und allzu häufig auch nach ihrem Ursprung benannt (z. B. die “Galapagos-Riesenschildkröte”). Dazu kommt der historische Aspekt dieser Archipel: Darwin machte auf den Galapagos entscheidende Funde, die ihn bei seiner Evolutionstheorie weiterbrachten.

Die Zusammenstellung der Einwohner Ecuadors ist deutlich heterogener als sonst in Südamerika üblich. Andererseits gibt es in Ecuador fast nur Nachfahren von spanischen Einwanderern und nicht aus anderen europäischen Ländern wie in Brasilien, Chile oder Argentinien. Der Großteil der Bevölkerung ist dennoch indigen. Deshalb ist auch die zweite Amtssprache neben dem Spanischen, das Kichwa, von großer Bedeutung. Mehr als zwei Drittel der Menschen in Ecuador sind katholisch.

Ecuador ist wirtschaftlich nicht besonders stark, es ist das zweitärmste Land in Südamerika. Unter anderem deshalb leben zwei bis drei Millionen Ecuadorianer als Gastarbeiter im Ausland – bei nur 14 Millionen Einwohnern im Land selbst. Alleine 600.000 Menschen aus Ecuador leben in New York. Wichtigste Exportgüter des Landes sind Erdöl und Schnittblumen. Auch Bananen, Fisch und Metallgüter spielen in diesem Bereich eine Rolle.

Aufgrund der bereits erwähnten großen Vielfalt an Flora und Fauna im Land wird der Tourismus immer wichtiger für Ecuador. Neben den Galapagos-Inseln zählen auch die “Straße der Vulkane” und der tropische Regenwald zu reizvollen Zielen, mit denen das Land Umsätze erzielt. In der Hauptstadt von Ecuador, Quito, zählt zudem das koloniale Zentrum der Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO, ein Faktor, der immer für einen Extrastrom an Besuchern gut ist.

Quelle Fotos: oben: Carsten Schuldt / pixelio.de



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