Chile Reisen und Reiseinformationen

Flagge
Amtssprachen Spanisch
Hauptstadt Santiago de Chile
Staatsform Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt Präsident Sebastián Piñera
Regierungschef Präsident Sebastián Piñera
Fläche 755.696 km²
Einwohnerzahl 16.763.470
(Schätzung 30. Juni 2008)
Telefonvorwahl +56
Währung 1 Chilenischer Peso = 100 Centavos
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Landkarte  

 

Paine Massiv in Chile

Paine Massiv in Chile

Chile, der langgezogene Staat im Südosten Südamerikas, ist an seiner schmalsten Stelle lediglich einige wenige Kilometer breit. An den meisten Stellen ist es von der Pazifik-Küste bis zur Grenze zu Argentinien nur ein paar Dutzend Kilometer tief.

Dennoch hat Chile noch mehr Nachbarn als lediglich Argentinien. Das sind im Norden Peru und im Nordosten Bolivien.

Chiles Hauptstadt ist Santiago de Chile mit rund 6 Millionen Einwohnern, so dass von den ca. 16 Millionen Chilenen etwa jeder Dritte in der Hauptstadt des Landes lebt. Dazu sind die Siedlungsgebiete Valparaiso, Concepcion und La Serena recht groß an Einwohnern.

Das Land besteht geographisch gesehen aus zwei voneinander unabhängigen Höhenzügen, den Anden im Norden und dem Cordillera de la Costa entlang der Küste. Im von diesen beiden Gebirgen eingefassten Valle Central, dem Zentraltal, leben die meisten der Einwohner Chiles.

Im weiteren Verlauf nach Süden zieht sich das Cordillera de la Costa ins Meer hinein, so dass dort eine sehenswerte Fjord-Landschaft besteht, mit vielen kleinen und häufig unbewohnten Inseln.

In Chile findet sich auch der höchste Vulkan der Welt, der Ojos del Salado mit etwa 6.900 Metern Höhe. Doch auch viele weitere Gipfel der Anden sind über 6.000 Meter hoch.

Klimatisch gesehen ist Chile ebenso interessant wie abwechslungsreich, denn neben dem Höhenklima liegt in Chile mit der Atacanawüste eine der trockensten Regionen des gesamten Planeten. Teilweise gibt es in dieser Wüste jahrelang keinen Niederschlag.

Das dicht besiedelte Gebiet in Mittelchile dagegen weist ein meditarrenes Klima auf und erinnert auch mit seiner Architektur häufig an diese europäische Region.

Atacama Wüste in Chile

Atacama Wüste in Chile

Ethnisch gesehen sind die Chilenen zu 95 Prozent Mestizen, das heißt Mischlinge aus europäischen Einwanderern und der indigenen Bevölkerung. Neben Spanien kamen auch aus England, Irland und Deutschland viele Einwanderer nach Chile, die jeweils ihre Spuren in der chilenischen Kultur hinterlassen haben.

Amtssprache ist Spanisch, allerdings mit einem starken chilenischen Akzent gesprochen. Daneben existieren viele weitere indigene Sprachen, die teils ebenfalls als Amtssprache fungieren.

Etwa zwei Drittel der Chilenen sind römisch-katholisch, weitere 15 Prozent protestantisch. Der Rest ist entweder Agnostiker oder hängt als einer der wenigen verbliebenen Ureinwohner dem Schamanismus an.

Unabhängig ist Chile bereits seit 1818. Politisch dominieren zwei Namen die jüngere Geschichte Chiles, der im Amt gestorbene Salvador Allende — ob durch Suizid oder Mord ist nicht endgültig geklärt — sowie sein berüchtigter Nachfolger aus dem Militär, Diktator Pinochet.

Erst 1989 begann die Redemokratisierung des Landes in Südamerika. Aktueller Staatschef ist Präsident Sebastian Pinera. Inzwischen gilt Chile als eines der unternehmerfreundlichsten Länder weltweit, als Resultat verbuchen die Chilenen das höchste Pro-Kopf-Einkommen in ganz Südamerika sowie das höchste Bruttosozialprodukt.

Im kulturellen Bereich hat Chile einige bedeutende Schriftsteller hervorgebracht, allerdings auch Pianisten und Maler. Fußball ist Nationalsport Nummer eins, gefolgt von Tennis und Reiten. Auch die chilenische Küche gilt als variabel und von vielen Einflüssen geprägt. Nationalfeiertag in Chile ist der 18. September, der Primera Junta Nacional de Gobierno.

Quelle Foto: Mit freundlicher Genehmigung von www.fotofeeling.com



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