Reisen und Touren im Amazonas-Gebiet

Touren ins Amazonas Gebiet

Touren ins Amazonas Gebiet

Da sich das Amazonas-Gebiet nicht auf Brasilien beschränkt, sondern auch in Teilen von Kolumbien, Peru, Venezuela und Bolivien liegt, ist eine Reise in das Amazonas-Gebiet nicht zwangsläufig mit einem Aufenthalt in Brasilien verbunden. In den meisten Fällen ist es aber dann doch so, dass man zumindest einen Teil seiner Reise durchs Amazonas-Gebiet auf brasilianischem Boden, bzw. Wasser verbringt.

 

Amazonas Touren

Was kann man erleben, wenn man ins Amazonas-Gebiet reist und warum werden diese Trips immer beliebter?

Dass der Amazonas mit über 6.000 Kilometern Länge und teilweise kilometerbreitem Flussbecken ein Kosmos für sich ist, ist wohl bekannt. Dass damit auch eine ungeheure Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten einhergeht, dürfte eigentlich auch klar sein.

Weniger bekannt ist da schon das Phänomen der schwimmenden Inseln auf dem Amazonas. Sie bestehen aus miteinander verhakten Baumstämmen, wenn sie länger existieren, kommt auf ihnen sogar eigenständiger Pflanzenbewuchs vor. Nicht einzigartig auf der Welt, aber in diesen Ausmaßen wie auf dem Amazonas doch bemerkenswert.

Besonders spannend ist der Amazonas zur Regenzeit, wenn riesige Flächen überflutet sind, so dass man kaum noch Land sieht. Touren auf dem Amazonas finden dann allerdings nicht statt und logischerweise ist auch der Aufenthalt in den sonst am Ufer liegenden Regionen nicht möglich.

Als besonders angenehm gilt die – meist – unglaublich langsame Fließgeschwindigkeit, die durch das geringe Gefälle (Tiefstwerte von lediglich 5 Zentimetern Gefälle auf einen Kilometer) bedingt ist. Wie überhaupt der riesige Strom eine extrem beruhigende Wirkung ausstrahlt.

Auch im übrigen Einzugsgebiet des Amazonas, der eine unüberschaubare Zahl an Nebenflüssen besitzt, ist die Natur facettenreich und hochinteressant. Sogar die Zuflüsse zum Amazonas selbst sind teilweise unter den größten Flüssen der Erde zu finden. Man schätzt außerdem, dass etwa 20 Prozent des gesamten Süßwasservorkommens der Erde im Amazonas und seinen Zuflüssen fließt.

Ein weiteres Faszinosum des Amazonas sind so genannte Pororocas, Tidenwellen des Amazonas, sie entstehen am häufigsten im Februar und März. Bis zu vier Meter hoch läuft das Wasser vom Meer in den Fluss hinein und das meist zwei Mal täglich. Sie erreichen Geschwindigkeiten von 65km/h und reichen rekordverdächtige 800 Kilometer weit in den Fluss hinein. Immer mehr Touristen lassen sich von diesem Naturschauspiel anlocken.

Was in den letzten Jahren ebenfalls an Zulauf gewinnt, ist der Ökotourismus beim Besuch des Amazonas. Spannend sind auch die bei der einen oder anderen Amazonas Tour möglichen nächtlichen Bootsausflüge auf den Amazonas oder seine Zuflüsse.

Amazonasgebiet bei Manaus, Brasilien

Amazonasgebiet bei Manaus, Brasilien

Da die meisten Kreuzfahrten und Bootstouren über den Amazonas in Manaus einen Haltepunkt haben, sollte man auch dessen Sehenswürdigkeiten würdigen. Am Zusammenfluss von Rio Solimoes und Rio Negro wird das ganze Gebilde überhaupt erst zum Amazonas, in Bezug auf seinen Namen. In der Stadt sieht man also den Zusammenfluss dieser beiden großen Flüsse, das allein ist schon ein Ereignis für sich.

Doch auch an Land gibt es viel zu sehen. Manaus wartet mit vielen Museen auf, bekannt ist auch der Palacio Rio Negro, das ehemalige Zollhaus von Manaus und nicht zu vergessen der auch in dieser Stadt exzessiv gefeierte Karneval. Außerdem bietet die Stadt schönste Bademöglichkeiten im und am Rio Negro.

Die Bewaldung im Amazonas-Gebiet ist äußerst unterschiedlich, sie reicht von Palmen über Lianenwälder bis zu Bergwäldern, aber auch Savannen und Mangrovenwälder.

Zudem sind Kontakte zu den diversen im Amazonas-Gebiet lebenden indigenen Völkern möglich. Etwa 1 Million der 22 Millionen im Amazonas-Becken lebenden Menschen ist indigener Abstammung.

Ein Trip in das Amazonas-Gebiet wird den Reisenden mit einer Fülle neuer und überwältigender Eindrücke zurücklassen: Lohnenswert in allen Belangen.



Diesen Artikel empfehlen: