Peru — den berühmten Inka-Pfad bis Machu Picchu selbst erwandern


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Wo früher die Inka wandelten jetzt selbst Peru erkunden

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Es gibt viele Inka-Pfade in ganz Südamerika. Einer der bekanntesten befindet sich allerdings in Peru. Erst 1942 wurde er von einer schwedischen Expedition wiederentdeckt und im Anschluss in seiner gesamten Länge freigelegt. Bis heute ist er der meistbewanderte Pfad in ganz Südamerika. Einer der Gründe dafür ist sicher sein attraktives Endziel. Wer den Pfad in Peru komplett bewältigt, wird mit der Ankunft in Machu Picchu belohnt.

Vor Jahrhunderten von den Inka angelegt, war er Teil eines riesigen Netzes, welches die verschiedenen Orten des Reiches der Inka verband. Sowohl als Handels- als auch als Nachrichtenweg wurden diese Pfade genutzt. Gut ausgebildete Läufer brachten Nachrichten vergleichsweise schnell auch in die entlegensten Ortschaften der damaligen Zeit. So war das Herrschen über dieses unüberschaubare Gebiet trotz der Ermangelung heutiger Kommunikationswege möglich.

Beliebtester Inka-Pfad in ganz Südamerika

Wenig erstaunlich, dass diese Faszination Menschen aus aller Welt anzog und der Inka-Pfad in Peru zum beliebtesten erwanderbaren Pfad überhaupt in Südamerika wurde. In Peru selbst waren die Menschen ebenso erfreut, dass hier eine Attraktion wiederentdeckt wurde, die auch den Tourismus in der Region belebte — und immer noch belebt.

Wie der Mensch so gestrickt ist, wussten sich jedoch nicht alle Besucherinnen und Besucher immer zu benehmen, zu jenen Zeiten, in denen der Pfad noch jederzeit für alle freigegeben war. Wachsende Müllberge am Rande des Pfades sowie die eine oder andere unfreiwillige Zerstörung durch außer Kontrolle geratene Lagerfeuer machten um der Bewahrung dieses historischen Pfades willen einige Einschränkungen nötig.

Anmeldung Monate im Voraus nötig, die sich aber lohnt

Heute darf der Inka-Pfad in Peru nur noch unter Leitung einer ausgebildeten Reiseführung beschritten werden — und die Zahl der Wanderer ist auf 500 am Tag begrenzt, von denen aber nur 200 (!) Reisende bzw. Besucher sein können. Der Rest besteht aus Guides und Trägern. Einzelne Streckenabschnitte haben noch niedrigere Limits an täglichen Besuchern, so dass eine solche Wanderung auf dem vor Jahrhunderten angelegten Pfad wohl geplant sein will.

Heute ist offenes Feuer entlang der Pfade verboten, dafür gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten, an denen neben Betten auch Duschen angeboten werden. Es ist also einerseits schwieriger geworden — die Wanderungen sind für Monate im Voraus ausgebucht — an einer solchen Wanderung teilzunehmen, andererseits ist die Durchführung selbst einfacher und auch ein bisschen bequemer geworden.

Schwindelfreiheit ist keine Voraussetzung für die Teilnahme an der Wanderung - aber sicher von Vorteil

Schwindelfreiheit ist keine Voraussetzung für die Teilnahme an der Wanderung – aber sicher von Vorteil

Nicht zuletzt deshalb erfreut sie sich inzwischen auch bei vielen großer Beliebtheit, die keine ausgewiesenen Wanderexperten sind. Nichtsdestotrotz bleibt auch mit den Guides im Schlepptau der Abenteuercharakter dieser Wanderung erhalten.

Bei der Bewältigung der kompletten Länge sind schließlich drei hohe Gebirgspässe zu überwinden. Belohnt wird man aber mit dem ständigen Ausblick auf schneebedeckte Gipfel, mit dem Genuss tropischer Vegetation am Wegesrand und mit dem Passieren vieler Ruinen der Inka (von denen allerdings nicht alle zugänglich sind).

Eine Wanderung wie eine Reise durch die Zeit

Der vor Ort als “Camino Inca” bekannte Pfad beginnt am Ufer des Rio Urubamba, genau am Bahnkilometer 82. Man erlebt den tropischen Regenwald wie auch Regionen mit alpiner Tundra. Ein Blick weit hinab in die Flusstäler ist nahezu überall möglich, faszinierend und magisch.

Viele Tunnel gilt es auf dem Pfad ebenso zu durchqueren, und der manchmal bedrohlich dunkle, voller Wolken hängende und manchmal strahlende Himmel der Anden ist stets präsent und vermittelt an jedem Tag eine andere Atmosphäre bei dieser einzigartigen Wanderung.

Mit dem Camino Inca verfügt Peru nicht nur über ein Highlight seiner eigenen touristischen Angebote, sondern über eine der Top-Aktivitäten ganz Südamerikas. Dementsprechend begehrt sind die Touren, die in einer der überwältigendsten Stätten vergangener Kulturen auf dem gesamten Planeten endet, in Machu Picchu, wo sich alle Wanderer mit noch tieferem Eintauchen in die Kultur der Inka belohnen kann.

Angereist wie die Inka selbst vor unzähligen Jahren, über einen von den Inka selbst angelegten Pfad hin zu Machu Picchu.

Creative Commons License photo credit: discosour

Creative Commons License photo credit: Lee Edwin Coursey



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