Reiseziel Bolivien: Cochabamba und seine Sehenswürdigkeiten


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Die Kathedrale von Cochabamba

Die Kathedrale von Cochabamba

In Bolivien überstrahlt die Hauptstadt La Paz den Rest des Landes bezogen auf kulturelle Aktivitäten unbestritten. Gleichzeitig ist La Paz auch ein riesiger, unüberschaubarer Moloch, dort längere Zeit zu verbringen, sagt nicht jedem auf einer Reise nach Südamerika zu. Eine kleinere und kulturell ebenfalls interessante Alternative ist Cochabamba, die viertgrößte Stadt in Bolivien.

Ihr Beiname lautet nicht mal übertrieben poetisch “Ciudad Jardin”, zu deutsch also “Gartenstadt”, wegen der vielen Gärten und Parks, die Cochabamba schmücken und durch die der Besucher flanieren kann.

Schönes Stadtbild macht Cochabamba zum tollen Reiseziel in Bolivien

Mit etwa 600.000 Einwohnern ist Cochabamba nun auch nicht gerade klein zu nennen, aber eben überschau-, bereis- und beherrschbar als Tourist in dieser schönen Stadt im Zentrum Boliviens.

Cochabamba liegt im gleichnamigen Departamento Cochabamba und besitzt neben einer Universität auch viele weitere kulturelle Höhepunkte. Das Fest zu Ehren der Jungfrau von Urkupina ist mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannt und lockt jedes Jahr zahlreiche Interessierte an. Natürlich feiert man auch in Cochabamba den Karneval sehr intensiv und deutlich anders als in Europa. Auch dies ist eine Sehenswürdigkeit Cochabambas. Außerdem existiert seit dem Jahr 2004 eine Biennale, die sich mit zeitgenössischer Kunst beschäftigt. Internationale Kuratoren werden dafür engagiert.

Aber es gibt auch architektonisch viel zu sehen in Cochabamba. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Christusfigur Cristo de la Concordia, der auf dem zentral gelegenen Petersberg über die Stadt ragt und weithin sichtbar ist.

Christusfigur ragt über der Stadt Cochabamba

Außerdem lohnenswert: die Seilbahn in der Stadt, die zu jenem Berg führt und natürlich ein herrliches Panorama über diese aufgrund ihrer Mischung sehr typisch bolivianischen Stadt ermöglicht.

Der Kolumbusplatz, der vor Ort Plaza Colon heißt, bietet sowohl alte kolonial geprägte Architektur als auch die neueren Gebäude moderner Prägung, die sonst eher das Stadtbild von Cochabamba beherrschen.

Hinzu kommt ein weiteres Faszinosum: der Markt La Cancha hat an sieben Tagen (!) pro Woche geöffnet und ist nichts weniger als der größte Markt seiner Art in ganz Südamerika. Hier gibt es viele touristisch interessante Angebote, aber auch originär bolivianischen Handel.

Anreise nach Cochabamba und Verkehr in Cochabamba

Spannend ebenfalls an Cochabamba: Da hier noch ein Großteil der Bevölkerung indigen ist, spricht knapp die Hälfte der Menschen die Quechua-Sprache. Man kann also auch akustisch in den Genuss einer ganz neuen Erfahrung, denn natürlich hat diese mit dem Spanischen abgesehen von ein paar modernen Wörtern nichts zu tun, sowohl in Struktur als auch in ihrem Klang.

Die Anreise nach Cochabamba ist über den internationalen Flughafen Aeropuerto Jorge Wistermann sowie per Fernstraße erreichbar. Die einst existierende Bahn nach Außerhalb ist nicht mehr in Betrieb und wird nicht mehr genutzt. Es fahren aber auch Fernbusse von und nach Cochabamba.

Übrigens ist Cochabamba umgeben von einigen Hügeln, so dass es auch landschaftlich schön liegt, was besonders bei der Fahrt mit der Luftseilbahn zu erleben ist. Ein Top-Tipp im Zuge einer Reise nach Bolivien Cochabamba zu einem seiner Reiseziele zu machen. Das muss nicht zwangsläufig zur Zeit der großen Feste sein – da ist es dann doch recht voll in der Stadt.

Creative Commons License photo credit: Vieira



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