Chiloe, die Insel als das Urlaubsziel in Chile


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Ein Örtchen an der Küste von Chiloe

Ein Örtchen an der Küste von Chiloe

Chiloe ist gleich die zweitgrößte Insel von Chile. Nur die Insel in Feuerland ist noch größer. Doch Chiloe liegt wesentlich gemütlicher, um einen Aufenthalt hier in Erwägung zu ziehen. Der vom Festland trennende Kanal von Chacao ist nur 2 Kilometer breit, die Insel selbst zieht sich über 180 Kilometer von Süd nach Nord entlang der chilenischen Pazifikküste. Auf ihr leben zur Zeit etwa 150.000 Menschen, von denen viele von der Fischerei von der Lachszucht und von der Landwirtschaft leben.

Ein aufstrebende Branche auf Chiloe ist aber der Tourismus, der immer mehr Chiloten, wie die Einwohner genannt werden, Arbeit beschafft. Und das hat seine Gründe in der typisch chilenischen hügeligen Gestaltung der Insel. Die Hügelkette Cordillera de Pichué ist dafür bezeichnend, die das Innere der Insel gestaltet und dabei bis zu 866 Metern Höhe erreicht.

Zweitgrößte Insel von Chile ist 180 Kilometer lang

Landwirtschaft ist hier möglich, nicht zuletzt weil das Klima trotz aller Milde auch sehr feucht ist. Darauf muss man eingestellt sein, wenn man Chiloe in seinen Reiseplan für einen Trip durch Chile aufnimmt. Hier gibt es nicht den klassischen Strandurlaub zu erleben, auch wenn baden in bestimmten Zeiten ebenso möglich ist. Aber eben nicht vorrangig die Besucher auf die Insel lockt.

Der Tourismus speist sich aus der relativen Abgeschiedenheit dieser Insel, die riesige unbewohnte Gebiete zur Auswahl stellt und gleichzeitig eben auch noch eine Insel ist. Hier kann man wirklich abschalten und das Leben in Chile genießen.

Der Tourismus wächst auf Chiloe

Auf der Insel Chiloe befinden sich mehrere kleine Städtchen, von denen die größten, Castro und Ancud jeweils knapp an die 30.000 Einwohner zählen, alles weitere sind kleinere Ortschaften. Womit sich schon ein Bild prägen dürfte, wie es auf Chiloe so zugeht.

Entdeckt wurde sie von Europäern erst im Jahre 1540, als Alonso de Camargo die Insel umsegelte, betreten wurde sie dann 1553 von Francisco de Ulloa. Nach dem üblichen Hin und Her in den folgenden Jahrhunderten eroberte schließlich die chilenische Armee 1826 Teile der Insel, 1866 kam es zuletzt zu Gefechten, seitdem herrscht Ruhe auf Chiloe, sowohl wörtlich als auch im politischen Sinne.

Seite langer Zeit herrscht Ruhe auf Chiloe

Die wörtliche Ruhe auf der Insel änderte sich erst wieder, als 1912 eine Eisenbahnstrecke gebaut wurde, um die immerhin 180 Kilometer lange Insel besser zu erschließen.

Zum Beispiel wurde im Westen der Insel der Nationalpark Chiloe eingerichtet, der besonders durch Natur- und Tierwelt erfreut. Allgemein gilt Chiloe als eine der schönsten Inseln weltweit, und bei vielen als die schönste in ganz Chile. Diverse Reisemagazine nennen Chiloe immer wieder als Top-Ziel für eine Reise nach Chile, ans südliche Ende der (bewohnten) Welt.

Bonuspunkt am Rande und vielleicht nicht ganz uninteressant: die Insel ist möglicherweise Ausgangspunkt der Kartoffel auf ihrer Reise um die Welt gewesen, wobei hierfür auch Peru diskutiert wird.

Creative Commons License photo credit: Alessandro Caproni



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