Reiseziel in Südamerika: die Iguazu-Wasserfälle


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Ein Teil der Iguazu-Wasserfälle

Ein Teil der Iguazu-Wasserfälle

Die riesigen Iguazu-Wasserfälle werden vom Fluss Iguacu gebildet, der hier an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien über 270 verschiedene einzelne Wasserfälle produziert. 80% der Wasserfälle gehören zu Argentinien, die restlichen 20% liegen auf brasilianischem Staatsgebiet. Den Kern der Iguazu-Wasserfälle bilden die 20 größeren Wasserfälle, die hier einen hervorragenden Anblick und einen ordentlichen Lärm erzeugen. Die meisten davon liegen auf 64 Meter Höhe, einige lassen ihr Wasser aber noch tiefer fallen. Der höchste der Wasserfälle liegt hier auf 82 Metern.

Sie alle reihen sich auf in einer insgesamt 700 Meter langen, 150 Meter breiten Schlucht. Das gesamte System wird hier am Ort auch Garganta del Diablo genannt, zu deutsch etwa “Teufelsschlund”.

Am Teufelsschlund bei den Iguazu-Wasserfällen

Die einzelnen Wasserfälle werden durch kleine Inseln voneinander abgegrenzt, so dass hier wie oben erwähnt über 250 kleine Wasserfälle entstehen. Insgesamt dehnen sich die Wasserfälle auf eine Strecke von 2.700 (!) Metern aus, wobei auf 900 Metern davon allerdings kein Wasser fällt.

Ein Besuch der Iguaza-Wasserfälle ist anregend für alle Sinne, denn Ohren und Tastsinn erleben das Rauschen und die Gischt ja ebenso wie die Augen. Kaum ein Wasserfall auf der Welt fächert sich so breit auf, was das unten verlinkte Foto besser wiedergibt als die nur kleinere Aussschnitte zeigende Bilder hier im Text.

Bester Ausblick über diese Sehenswürdigkeit von Brasilien aus

Tosende Wassermassen in Argentinien

Tosende Wassermassen in Argentinien

In den Nationalparks rund um die Wasserfälle leben viele Südamerikanische Nasenbären. Diese sind ziemlich wenig scheu und wühlen sich gerne mal durch die in den Parks vorhandenen Mülleimer. Auch mit Menschen kommen sie in Kontakt, sind dabei aber nicht immer friedlich (ohne dabei wirklich gefährlich werden zu können).

Viele weitere Arten leben hier besonders geschützt. Und trotz des großen Besucherinteresses von Südamerika-Reisenden aus aller Welt leben und erleben die eigentlichen Einwohner dieser Region hier ein beschauliches Leben. Mit Ausnahme des Umstands, dass vor einigen Jahren eine Straße durch einen der Nationalparks wiedereröffnet wurde, welche in 130 Kilometer Streckenersparnis für ihre Nutzer mündet. Die UNESCO setzte den Park auf die Liste der bedrohten Weltkulturerbe. Seit die Straße aber beruhigenderweise wieder geschlossen wurde, ist er von dieser Liste wieder entfernt worden.

Nationalparks an den Iguazu-Wasserfällen

Beide Länder richteten rund um die Iguazu-Wasserfälle Nationalparks ein, beide wurden in den 1980er Jahren auch in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. In ihnen befindet sich kostbarer Regenwald, der insbesondere in Brasilien ständig schrumpft, innerhalb der Nationalparks aber geschützt wird. Damit ist gleichzeitig sicher gestellt, dass der rings um die Wasserfälle herrschende Artenreichtum weitgehend erhalten bleibt, wenn dies auch nicht für alle Arten gewährleistet werden kann.

Womit ein weiterer Grund genannt ist, den Iguazu-Wasserfällen im Rahmen einer Südamerika-Reise einen Besuch abzustatten. Denn die Kombination von einzigartigem Naturschauspiel und zusammen mit der herrlichen sonstigen Natur macht die Iguazu-Wasserfälle zu einem der Highlights von Argentinien, wenn nicht gar ganz Südamerikas.

PS: Sehr sehenswert ist auch dieses Panorama-Foto der Wasserfälle von Iguazu, das das Zerklüftete und Variable der Iguazu-Wasserfälle schön illustriert. Unbedingt anklicken und dann auch unbedingt hinfahren, wenn man ohnehin eine Südamerika-Reise plant.

Creative Commons License photo credit: JohnSeb

Creative Commons License photo credit: JohnSeb



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