Reisetipp Bolivien: das Nationalreservat “Fauna Andina Eduardo Abaroa”


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Unglaubliche Farben spielen in diesem Naturreservat zusammen

Unglaubliche Farben spielen in diesem Naturreservat zusammen

Ganz im Südwesten von Bolivien gelegen verbirgt sich eine de landschaftlich reizvollsten Gegenden des Landes. Gewürdigt wird diese Schönheit dadurch, dass die Gegend von der Regierung zum “Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa” ernannt worden ist. Zu einem Nationalpark also, zu Ehren des bolivianischen Militärs, der im Salpeter-Krieg genannten Krieg im 19. Jahrhundert gegen Chile zum Nationalhelden aufstieg. Doch kriegerisch ist die Atmosphäre nicht, wenn man als Teil seiner Bolivien-Reise die “Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa” besucht — sondern höchst faszinierend, abwechslungsreich und beinahe dramatisch schön.

Reizvoll wird die Gegend vor allem deshalb, weil hier viele Geysire, heiße Quellen und sogar Vulkane aktiv sind. Hier dampft und sprudelt es an vielen Stellen. Hier tun sich viele Farben auf, in Kombinationen, welche man sonst kaum in der Umwelt in dieser wilden Mischung kennt.

Vulkane, heiße Quellen und Geysire sprudeln im Süden von Bolivien

Das Nationalreservat liegt etwa 4.000 Meter über Normalnull, mit einem trockenen Klima, das sich nur in den Sommermonaten von Dezember bis April zu etwas mehr Feuchtigkeit durchringen kann. Im Mittel beträgt die Temperatur hier allerdings nur 3°C, ein Sommerurlaub ist das auch dann nicht, wenn es im Sommer etwas wärmer wird und man nicht mehr mit Tiefstemperaturen rechnen muss.

Erstaunlich ist angesichts des so schwierigen Umfeldes allerdings, dass hier über 190 verschiedene Pflanzenarten wachsen. Auch diese tragen zu der Skurrilität, manchmal auch Einsamkeit, aber immer einer gewissen Schönheit der einzelnen Abschnitte bei. Große Teil der Region sind allerdings von Gräsern bewachsen, wo es stellenweise auf den etwa 7.000 Quadratkilometern dann schon etwas an Abwechslung mangelt. Dafür vermitteln diese endlosen Weiten ein Gefühl von der enormen Größe des “Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa”.

Enorme Artenvielfalt trotz wenig Niederschlag

Geysirfeld Sol de Manana

Geysirfeld Sol de Manana

Tierische Hauptattraktion des “Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa” sind die drei verschiedenen Flamingoarten, die hier leben und das ansonsten tierisch etwas Karge aufpeppen. Dabei leben hier viele verschiedene Vögelarten, so die bekannten Anden-Gänse, viele Enten, Nandus, aber auch Falken oder Kondore.

Auch auf vier Beinen bewegt sich Einiges in diesem Nationalreservat Boliviens. Immer noch sind hier Pumas anzutreffen, Andenfüchse, Vikunjas und Vikachas. All diese Einwohner Boliviens bewegen sich in einer Landschaft, die von Hochebenen im Westen über vulkanische Regionen bis zu den obskuren Geysirfeldern variiert.

Im gesamten Park befinden sich nur zwei kleinere Siedlungen, welche sich zum Teil auch durch den hier herrschenden Tourismus finanzieren, sie heißen Quetena Chico und Quetena Grande. Weiterhin leben dort aber auch immer noch Bergleute und — wie passend zum Klischee: Lama-Farmer.

Beliebtestes Nationalreservat von ganz Bolivien

Kein Wunder also, dass das “Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa” im Südwesten von Bolivien der meistbesuchte Nationalpark des Landes ist. 60.000 Besucher werden pro Jahr gezählt, ein großer Teil davon stammt nicht aus dem Inland. Denn es hat sich bei allen auf Bolivien-Reise herumgesprochen, dass dies eines der absoluten Highlights einer Bolivien-Reise darstellt. Sowohl in Bezug auf die Landschaft, als auch auf die Pflanzen, die sich hier angesiedelt haben bzw. hier überleben können.

Creative Commons License photo credit: ٭٭ NơƐണí ٭٭

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