Naturschauspiel nur in Lateinamerika: Glasfrösche


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Glasfrosch, wie es ihn nur in Lateinamerika gibt

Glasfrosch, wie es ihn nur in Lateinamerika gibt

Was ein wenig wie ein Schauermärchen aus geheimen Laboren klingt, ist tatsächlich ein echtes Wunder der Natur. Glasfrösche gibt es wirklich, also transparente Tiere. Nur in Lateinamerika kommen sie vor und auch nur vom südlichen Mexiko bis nach Bolivien, Argentinien und Brasilien. Doch sie sind real.

Für den gewöhnlichen Menschen wird es schwierig, sie im Laufe einer Reise nach Südamerika oder Mittelamerika zu Gesicht zu bekommen. Nich so sehr, weil sie durchsichtig sind, sondern weil sie in den Tiefen der Regenwälder leben, wo kaum ein Mensch mal hinkommt. Zwar gibt es ausgedehnte Touren durch die Regenwälder überall im Angebot. Eine Garantie dafür, sie auf einer solchen Tour durch die Regenwälder Lateinamerikas zu treffen, gibt es aber natürlich nicht.

Kein Fabelwesen: ein durchsichtiger Frosch aus Lateinamerika

Bemerkenswert an den Glasfröschen, die wirklich so heißen (offiziell “Centrolenidae”), ist, dass sie sich von allen anderen existierenden Froschfamilien komplett unterscheiden. Sie haben ein verwachsenes Fersenbein, das sonst nirgendwo auftritt.

Gleichwohl ist das nicht das Herausragende: Sie sind tatsächlich durchsichtig. Man erkennt mit bloßem Auge Teile ihrer Innereien. So sind das Herz, der Darm und einige andere ihrer Organe zu sehen. Das Hirn hingegen ist nicht von außen sichtbar, wohl aber bleibt kein Zweifel, dass diese Art Frösche in Südamerika zurecht als “Glasfrosch” bezeichnet werden.

Bedrohte Art im Regenwald Lateinamerikas: der Glasfrosch

Die Art wurde — verständlicherweise — erst spät entdeckt, noch heute ist man damit beschäftigt, ihre wohl 150 Untearten in eine Taxonomie zusammenzuführen.

Wie allen Lebewesen, deren Lebensraum hauptsächlich im Regenwald zu finden ist, ist aber auch der Glasfrosch in seiner Art bedroht. Dann ginge eine weiterer der vielen Schätze der Natur Lateinamerikas verloren, deren durchaus bemerkenswertes Element der Glasfrosch ist.

Creative Commons License photo credit: Jo Naylor



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