Neues Raubtier in den Anden entdeckt


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Der große Bruder des Olinguito, der Olingo ist ebenfalls schon recht klein

Der große Bruder des Olinguito, der Olingo ist ebenfalls schon recht klein

Die Wissenschaft ist schon so weit und so lange aktiv. Doch immer wieder werden neue, besser gesagt zuvor unbekannte Tierarten entdeckt. Seien es eine neue Affenart in Kenia oder wie vor Kurzem ein neues Raubtier in den Anden von Südamerika. Wobei die Bezeichnung “Raubtier” eventuell etwas irreführend sein könnte.

Denn wer nun einen Tiger, eine Hyäne oder ein Krokodil erwartet, der wird erstaunt sein, wie diese dem Menschen bislang unbekannter Raubtierart daherkommt. Flauschig, klein und wenn man sie auf Fotos sieht nichts anderes als niedlich. Olinguito heißt das Tier und ist mit seiner Entdeckung das erste neu entdeckte Raubtier in der westlichen Hemisphäre seit über drei Dekaden.

Die Entdeckung lief aber weniger spektakulär ab, als man sie sich bei den Vokabeln “Raubtier” und “Südamerika” vorstellt. Wissenschaftler untersuchten Exemplare des bereits bekannten Olingo, und stießen dabei auf Abwandlungen bestimmter Merkmale bei wenigen Exemplaren, die die Einteilung einer neuen Art nötig machten. Nichts also mit großem Abenteuer im Urwald von Südamerika, vielmehr harte, trockene wissenschaftliche Arbeit.

Bemerkenswert ist die Information trotzdem, denn die Funde neuer Arten werden immer seltener. Die neue Art der Olinguitos kommt anders als die Olingos nur in großen Höhen vor, zwischen 1500 und 2500 Metern, weshalb die Abgrenzung auch so leicht fiel. Um den letzten Beweis zu finden, machte sich dann doch eine Expedition auf die Reise in die Anden um Exemplare dieser Tiere zu finden, was schließlich auch gelang. Die Lexika, die Wikipedia müssen um eine Tierart erweitert werden und Südamerika ist um eine — kleine, aber auch sehr niedliche — Attraktion reicher.

Creative Commons License photo credit: Jeremy Gatten



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