Peru baut Tunnel durch die Anden, Verbindungen verbessern


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Künftig viel schneller nach Huancayo

Künftig viel schneller nach Huancayo

Perus Hauptstadt Lima wird in Zukunft deutlich besser und vor allem schneller mit der Stadt Huancayo verbunden sein. Die Pläne für einen insgesamt 23 Kilometer langen Tunnel durch die Anden wurden bereits im letzten Jahr verabschiedet. Nun wurde eine Studie begonnen, wie der Tunnelbau am besten zu bewältigen sei.

In den nächsten Monaten werden bis zum Jahresende diverse Möglichkeiten untersucht, welche konkrete Streckenwahl für den Tunnelbau die sinnvollste, aber auch praktikabelste ist.

Durch den Tunnel wird eine Eisenbahnlinie verkehren, doch auch über die Unterbringung von Lastwagenverkehr in den so entstehenden Rohren wird nachgedacht. Außerdem wird die Trinkwasserversorgung hier durchgeführt. Und Glasfaserkabel sollen ebenfalls verlegt werden.

Wer tief bohrt, muss auch tief in die Tasche greifen: über 3 Milliarden US-Dollar wird der Tunnel mitten durch die Anden kosten, Stand heute. Für gewöhnlich erhöhen sich die Kosten dieser Projekte im Laufe des Baus ohnehin noch.

Doch diese Kosten würden sich enorm lohnen, für die peruanische Wirtschaft, aber auch für alle, die bei einer Reise nach Peru Interesse an dieser Strecke haben. Statt vorher 12 Stunden würde ein Zug nur noch dreieinhalb Stunden benötigen.

Huancayo liegt mit seinen knapp 350.000 Einwohnern zentral in Peru. Schon bisher ist die Eisenbahn-Verknüpfung der Stadt sehr gut, allerdings ist hier in hohen Höhen zu fahren. Die bis zum Jahr 2006 höchste Standardeisenbahn der Welt führt von Huancayo in 4781 Meter Höhe (bei La Galera) in oder aus die Stadt.

Nun wird sie noch besser angebunden werden, wäre somit sowohl für Touristen als auch für die Wirtschaft deutlich besser erreichbar. Huancayo ist ein wichtiges Handelszentrum der Region, vor allem für landwirtschaftliche Produkte. Tourismus schreibt man in der Stadt hingegen noch nicht allzu groß, aber das könnte sich mit der der neuen Verbindung rasch ändern.

Creative Commons License photo credit: tunafemenina



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