Bolivien: Zählung der Amazonas-Delfine erfolgreich


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Aufwändige Fluss-Überwachung brachte neue Daten

Aufwändige Fluss-Überwachung brachte neue Daten

Die Erfüllung einer Herkules-Aufgabe haben sich Forscher in Bolivien zum Ziel gesetzt und auch bereits in die Tat umgesetzt. Die Zählung der Amazonas-Delfine, gerne auch Rosa Flussdelfine genannt und unter beiden Bezeichnungen auch in Europa bei Freunden der Delfine bekannt.

Der Amazonas-Delfin lebt nicht nur in Bolivien, sondern im gesamten Verbreitungsgebiet des Amazonas. Anders als man als Mensch gerne annimmt, sehen die Tiere allerdings sehr schlecht, zudem ist das Wasser in den oft stehenden bis langsam fließenden Nebengewässern des Amazonas äußerst trüb.

Die Orientierung der Amazonas-Delfine läuft dann über ihren Echolot-Sinn ab, der ihrem Hirn ein gute Repräsentanz der physischen Umwelt ermöglicht und so eine schnelle Fortbewegung sicherstellt.

Was den Amazonas-Delfin aber so besonders werden lässt, ist die Behaarung seiner Schnauze, auf der sich eine Vielzahl von Borsten befinden.

Natürlich wurden nicht tatsächlich alle Exemplare der Delfine, welche überhaupt in Bolivien leben, gezählt. Vielmehr hat man einen genau definierten Flussabschnitt von etwa 300 Kilometern Länge überwacht und rechnet den Gesamtbestand der Tiere anhand der so gewonnenen Informationen hoch.

Direkte Beobachtung war dafür ebenso erforderlich wie die Überwachung der Aktivitäten größerer Tiere im Fluss. Die Amazonas-Delfine werden zwischen 80 und 160 Kilogramm schwer.

Ergeben hat sich in jedem Fall der drängende Hinweis darauf, dass die Population der Amazonas-Delfine in Bolivien schrumpft. Die Ursachen sind vielschichtig, doch ist wie so oft auch das Wirken des Menschen eine der Ursachen für die Veränderung der Lebensbedingungen des Amazonas-Delfins in Bolivien.

Manche Tiere verenden in Schiffsschrauben der auf dem Amazonas fahrenden Boote, andere werden bewusst von ansässigen Fischern getötet, da sie als Konkurrenten im Fischfang wahrgenommen werden.

Mit den zuletzt gewonnenen Zahlen können aber Personen an den entscheidenden Stellen leichter überzeugt werden, dass es höchste Zeit ist, in den Schutz dieser nicht zuletzt für Touristen interessanten Art zu investieren, deren Verschwinden zudem das Ökosystem an vielen Stellen ins Wanken bringen könnte.

Creative Commons License photo credit: ggallice



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