Bolivien: Die gefährlichste Straße der Welt


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Keine Leitplanken an der Yungas Road

Keine Leitplanken an der Yungas Road

Bolivien trägt wohl zurecht den Titel, über die “gefährlichste Straße der Welt” zu verfügen. Und damit ist keineswegs Kriminalität gemeint. Die Yungas Road führt vom Regierungssitz Boliviens, La Paz, durch den Regenwald in den Norden von Bolivien — und das Reisen hier ist ganz sicher ein Wagnis.

Nicht jedes Bild macht deutlich, wie waghalsig teilweise die Streckenführung entlang der Berge und Hügel der Region ist, zudem natürlich oftmals mit geringerem Aufwand bei der Instandhaltung betrieben als es in manch anderem Land der Fall wäre.

Wem das hier vorliegende Bild nicht recht, auf dass ihm der Schreck in die Glieder fahre, der kann sich auch hier, hier oder hier umsehen.

Dazu haben ans Ende dieses nicht wirklich zur Abschreckung gedachten Textes auch ein kurzes Video mit Eindrücken dieser “gefährlichsten Straße der Welt” gesetzt. Auf spanisch heißt die Straße el camino a los Yungas, mit Beinamen aber auch gerne el camino de la muerte, was nichts Anderes bedeutet als “Straße des Todes”.

Gut, ein bisschen dick auftragen muss man immer, wenn man Aufmerksamkeit erregen will. Immerhin zählen viele Reisemagazine dieses Route auch mindestens unter den zehn gefährlichsten Routen der Welt. Und obwohl sie nur 65 Kilometer lang ist, ist sie tatsächlich wegen des Fehlens von Leitplanken bei gleichzeitig fast senkrecht abfallenden Hängen eine echte Todesstraße.

Schätzungen gingen von etwa 200 bis 300 Toten pro Jahr auf dieser Strecke aus, bei Unfällen von etwa zwei Fahrzeugen pro Monat. Doch seit eine andere Route eröffnet wurde, und der Schwerverkehr hier quasi gar nicht mehr passiert, die Strecke aber weiter von vielen Downhill-Fahrradfahrern genutzt wird, welche naturgemäß fast alle streckabwärts rasen, hat sich die Zahl der Unfälle und Todesfolgen äußerst positiv entwickelt.

Für den Ruf der Strecke als “Straße des Todes” ist das natürlich nicht von Vorteil, für die sie bereisenden Menschen aber natürlich unbedingt.



Creative Commons License photo credit: Matthew Straubmuller



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