Netter Bewohner von Mittelamerika und Südamerika: Der Ameisenbär


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Uramerikanischer Bewohner - der Ameisenbär

Uramerikanischer Bewohner – der Ameisenbär

In jeder Kinderstube bekannt ist der Ameisenbär. Dabei wohnt er weder in Nordamerika noch in Europa, wo wohl die meisten Geschichten herstammen, welche man kleinen Kindern erzählt. Denn der Ameisenbär lebt allein in Mittel- und in Südamerika. Und hat es dennoch zu weltweiter Bekanntheit geschafft. Seine Lebensart ist aber auch ein großes Alleinstellungsmerkmal.

Trotz seines Namens ist er übrigens nicht mit dem Bären verwandt. Und was viele vielleicht auch nicht wussten: Der Schlauch, mit dem er seine Nahrung aufnimmt, besteht anders als beim Elefanten aus Knochen (zumindest in größeren Teilen), so dass er mitnichten so beweglich ist wie der Rüssel eines Elefanten und auch nicht so umfassend als Nutzwerkzeug dienen kann.

Einzelgänger, aber friedlich in Gefangenschaft

Zähne hat er dort auch nicht, aber eine lange Zunge. Zum Aufreißen von Termitenbauten nutzt er seine scharfen Krallen, die in seiner allgemeinen Wahrnehmung eher weniger bekannt sein mögen.

Ameisenbär heißt er allerdings zurecht — auf englisch übrigens noch präzsier “anteater” — denn er ernährt sich fast ausschließlich von Ameisen und Termiten. Nur wenn Ameisenbären vom Menschen versorgt werden, verspeisen sie auch Obst.

Es gibt vier größerer Unterarten, die sich teils enorm voneinander unterscheiden. So wird der Zwergameisenbär nur 250g schwer, der Große Ameisenbär hingegen bringt es auf bis zu 60kg. Manche Art lebt fast ausschließlich in Bäumen, so leben andere auf dem Boden und nicht im Wald, sondern in Savannen.

Auf dem Speiseplan stehen nur Ameisen

Einen Ameisenbär in freier Natur zu erleben ist also nur in Mittel- und Südamerika möglich. Angriffslustig sind sie kaum, allerdings meiden sie auch den Kontakt mit anderen Arten von Lebewesen gänzlich, soweit es möglich ist. Wird er selber angegriffen, kann er sich aufrichten und mit seinen beiden Klauen durchaus eine ordentliche Verteidigungskraft aufbieten.

In Gefangenschaft, also in den lokalen Zoos, leben die Tiere meist recht friedlich zusammen, während sie in der Natur wahre Einzelgänger sind. Das alles und natürlich die vielfältige übrige Natur Südamerikas kann man bei einer Reise in den Süden selbst erleben.

Ameisenbären, die alten Freunde aus den Kinderbüchern.

Creative Commons License photo credit: elPadawan



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