Fast alles übers sehenswerte Patagonien


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Märchenhaftes Patagonien

Märchenhaftes Patagonien

Keine Webseite, kein Blog über Südamerika kann ohne eine ausführliche Darstellung Patagoniens auskommen. Die auf die beiden Staaten Chile und Argentinien verteilte, urwüchsige, riesige, größtenteils menschenleere Landschaft ist einer der größten Touristenmagneten in Südamerika geworden. Nicht ohne Grund, bietet ihre zerklüftete und faszinierende Landschaft doch die Gelegenheit zu ganz besonderen Eindrücken — und dazu, das Hirn mal so richtig durchpusten zu lassen. Denn vom Stress der zivilisierten Welt ist in dieser scheinbar endlosen Gegend kein Hauch zu spüren.

Über 1 Million Quadratkilometer umfasst Patagonien. Die Bevölkerungsdichte hingegen liegt bei magersten 1,9 Personen pro Quadratkilometer, mit natürlich wenigen konzentrierten Siedlungen und ansonsten menschenleerem Nichts. Bzw. der Schönheit der unberührten Natur. Allerdings sind diese Zahlen eher willkürlich festgelegt, denn eine offizielle Grenze Patagoniens existiert nicht. Doch die Größenordnung stimmt natürlich so. Was erwartet den Besucher Patagoniens?

In Patagonien befinden sich die Pampas, jene weltbekannte Steppe. Im Westen Patagoniens herrscht kühles und feuchtes Klima, dort findet sich auch Regenwald, im Osten Patagoniens hingegen ist es sehr trocken. Im Westen ist es auch dauerhaft so kalt, dass sich hier die längste zusammenhängende Eismasse außerhalb Grönlands und der beiden Polregionen befindet. Der südliche Teil der Anden gehört ebenfalls zu Patagonien

Nur 2 Menschen pro Quadratkilometer

Die Tierwelt Patagoniens ist vielleicht nicht ganz so abwechslungsreich wie in anderen Regionen des Planeten. Doch mangelt es auch hier nicht am Geschmack der Exotik. Der Andenkondor ist hier zu Hause, wie auch Nandus und Guanakos. Besonders viele Flamingos leben in Patagonien. All diese kann man bei einem Trip durch Patagonien aus nächster Nähe selbst beobachten, fotografieren und als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Auch Robben, Kormorane oder Pinguin-Kolonien geraten vor die Augen der Vorbeireisenden. Beinahe buchstäblich ist man hier am Ende der Welt.

Beste Reisezeit für einen solchen Trip nach Patagonien ist zwischen November und Februar. Auf der Südhalbkugel herrscht zu jener Zeit bekanntlich Sommer, so dass die Reisebedingungen besser sind als im Winter im ohnehin schon kühlen Patagonien.

Beste Reisezeit für eine Reise nach Patagonien

Wie überhaupt eine Reise durch Patagonien die Maßstäbe des Planeten erfahren lässt. Hier findet man sich in teilweise totaler Abgeschiedenheit wieder, die nächste menschliche Siedlung Hunderte Kilometer entfernt. Die Tierwelt sich selbst überlassen. Zwar wird hier auch ein wenig Viehzucht betrieben, allerdings angesichts der Größe Patagoniens in kaum nennenswertem Umfang. Ausnahme: die Schafzucht. Hier werden zigtausende Schafe gesichtet, und doch fällt auch deren Zahl gegenüber der majestätischen Größe des Landes, seiner Berge, seiner Ebenen, seiner Gletscher vollkommen ab.

Man sollte schon ein Faible für die Naturgewalten dieser Region haben. Ist dies vorhanden, so bedient Patagonien diesen Hunger nach überwältigenden Anblicken vorzüglich. Und gleichzeitig bietet die Region jenem, wer wirklich völlig autonom reisen will, einen der letzten Flecken Erde, auf denen er dann tatsächlich allein reist. Während weniger Abenteuerlustige Patagonien vielleicht eher während einer organisierten Gruppenreise erkunden und erleben. In jedem Fall ist Patagonien ein Hort der Ruhe, der Besinnlichkeit — bei dazu gehörenden faszinierenden Eindrücken.

Spannend ist auch die Entstehung des Namens “Patagonien”. Er wurde von Entdecker Magellan vergeben, in Anlehnung an die Romanfigur Pathagon, welche sich — wahrscheinlich wie die Bewohner Patagoniens — durch besondere Körpergröße auszeichnet.

Creative Commons License photo credit: marc f c



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