Wissenswertes rund um die Inka


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Beeindruckende Bauten haben die Inka hinterlassen

Beeindruckende Bauten haben die Inka hinterlassen

Die Inka herrschten zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert in weiten Teilen Südamerikas. In dieser Zeit hatten sie ihrem Reich mehr als 200 verschiedene Ethnien einverleibt, welche sie sich unterworfen hatten. Die Inka (es gibt beide Formen im Plural: Inka oder Inkas) erreichten dabei einen beeindruckenden Grad an Organisation ihrer Gesellschaft. Die weiteste Ausdehnung ihres Reiches reichte vom heutigen Ecuador bis nach Chile und sogar nach Argentinien.

Berühmt ist die Inka-Festung Maccu Picchu, im ganzen ehemaligen Siedlungsgebiet der Inka gibt es aber Überbleibsel dieser beeindruckenden Hochkultur. Überhaupt wird den vielfältigen Relikten dieser Kultur, insbesondere jenen, bei denen wahnwitzige Mengen an Stein zu Tempeln, Pyramiden, Terrassen oder eben zu Städten verbaut wurden, besondere Aufmerksamkeit zuteil. Ihre größte Ausdehnung erreichte etwa 1.000.000 Quadratkilometer. Die Hauptstadt des Reiches lag im heutigen Peru, die Stadt trug den Namen Cusco.

Die Inka verwendeten eine eigene, bemerkenswerte “Knotenschrift”, die allerdings nur Zahlen darstellte, außerdem sprachen sie Quechua, was nichts anderes als “Sprache der Menschen” bedeutete.

Die Arbeitsaufteilung war allerdings streng reglementiert. So musste das erste Drittel der Arbeitszeit der Menschen für den Sonnenkult aufgewendet werden, das zweite Drittel für die Inka als Staat und erst im letzten Drittel ihres Tagewerks konnten die Menschen sich um den Unterhalt ihrer eigenen Familie kümmern. Diese Form von gemeinsamer Arbeit brachte aber eben auch viele Annehmlichkeiten hervor, nicht zuletzt die hohe Entwicklung der Gesellschaft der Inka. Diese konkrete Aufteilung war allerdings auch deshalb nötig, da die Inka kein Geld kannten und somit auch keine Steuern erheben konnten.

Die Herrscher der Inka galten als göttlich

Bestimmte höhere Bevölkerungsgruppen waren von der Arbeit auf dem Feld befreit, zudem durften sie anders als einfache Bauern in Polygamie leben. Ein einfachen Mann war im Reich der Inka nur die Monogamie erlaubt. Außerdem heiratete der oberste Inka-Herrscher jeweils seine eigene Schwester(n) sowie die weiblichen Nachkommen von unterworfenen Stämmen.

Die Herrscher, also die Dynastien, die die Inka-Reiche regierten, wurden als göttlich verehrt, dazu herrschte ein Sonnenkult, der die Sonne als ebenfalls göttlich verehrte.

Niemals sprach der höchste Inka direkt zu seinem Volk, sein Gesicht wurde stets hinter einer Maske oder einem Tuch verborgen. Alle übrigen Mitglieder des Reiches mussten ihm barfuß gegenüber treten.

So archaisch diese Verhältnisse klingen, so ausgereift war die Ingenieurs-Technik der Inka in vielen Bereichen. Das Straßensystem, mit dem sie ihr Reich durchzogen, umfasste ebenso Brücken über Täler wie die angesprochenen Tempel. Die längsten Straßen erreichten Ausmaße von über 5.000 Kilometern, eine angesichts der Möglichkeiten beinahe unfassbare Leistung. Das Straßennetz der Inka war mit seinen 40.000 Kilometern länger als das der Römer. Fast alles, was die Inka bauten, errichteten sie mit der bloßen Kraft der Muskeln der menschlichen Einwohner. Denn weder das Rad noch ein Flaschenzug waren dort bekannt, hinzu kommt die ebenfalls schon erwähnte Abwesenheit von Schrift. Des Weiteren waren die Inka schon zu einfachen Operationen am menschlichen Körper in der Lage.

Hochentwickelt trotz Abwesenheit von Rad und Schrift

Die Terrassierung von großen Flächen im Hochgebirge diente dazu, Landwirtschaft auch in unwirtlichen Regionen zu ermöglichen und Vorräte für schlechtere Ernten anzulegen. Dabei halfen ihnen ihre präzisen Wetterbeobachtungen und Einschätzungen der nötigen und verfügbaren Wassermengen, um die Größe der einzelnen Terrassen zu bestimmen. So bauten sie über 20 verschiedene Mais- und sogar mehr als 240 Kartoffelarten an.

Die Kultur der Inka ist zwar in Form ihrer Teilnehmer versunken, doch können beinahe überall in Südamerika, dort, wo ihr Reich bestand, Überbleibsel dieser interessanten und fähigen Kultur besichtigt werden. Manche baulichen Leistungen wirken unfassbar angesichts der dann doch nicht mit modernen Mitteln vergleichbaren Voraussetzungen.

Der Untergang des Inka-Reichs begann übrigens ziemlich genau dann, als die Spanier als Eroberer in Südamerika einfielen und sich die diversen Ländereien und Völker unterwarfen. Doch war es weniger die militärische Macht der Spanier, die zum Verschwinden der Inka führte, als die Unfähigkeit ihrer Körper, Resistenzen gegen eingeschleppte Krankheiten wie Masern oder Pocken zu entwickeln.

Creative Commons License photo credit: pablosnr



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