Unkontaktierte Völker in Südamerika


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Im Amazonasgebiet leben etliche unkontaktierte Völker

Im Amazonasgebiet leben etliche unkontaktierte Völker

Immer wieder mal blitzen derartige Nachrichten kurz auf, erreichen das Bewusstsein der modernen Welt und rufen in Erinnerung, dass es weiterhin zahlreiche so genannte “unkontaktierte Völker” in Südamerika gibt. Zuletzt waren es 2008 Fotos, aus einem Flugzeug geschossen, die Menschen zeigen, die bislang keinen Kontakt zur modernen Welt hatten.

Laut eines Beschlusses der UNO sollen diese Völker auch weiter unkontaktiert bleiben. Das hat nicht nur damit zu tun, dass sie sich in einer Welt von Internet, TV und Handys wohl kaum zurecht fänden. Vor allem droht ihnen der Tod, wenn es zu Kontakt mit Menschen der Zivilisation kommt. Ihr Immunsystem ist nicht gewappnet für den Kampf gegen so Krankheiten wie Grippe oder Masern, schnell werden große Anteile der Population dahingerafft.

Die Schätzungen über die Zahl solcher unkontaktierten Völker gehen logischerweise weit auseinander, verlässliche Zahlen kann niemand nennen, man geht aber von bis zu 200 derartiger Völker aus. Sie leben häufig in dichten Waldgebieten. Die unkontaktierten Völker werden aber vom westlichen Menschen auch dann in ihrem Fortbestand bedroht, wenn es nicht zum unmittelbaren Kontakt kommt.

Denn der Mensch beeinflusst stark die Umwelt, selbst in entlegenen Gebieten. Wälder werden gerodet, Fischbestände beeinträchtigt oder es wird nach Bodenschätzen gesucht und im Erfolgsfalle diese abgebaut. Das alles hat Einfluss auf den Mikrokosmos, aus dem die unkontaktierten Völker sich ernähren.

Dazu kommen in vielen Regionen Drogenschmuggler und andere Menschen mit weniger guten Absichten, die sich wenig bis gar nicht für die Rechte der indigenen Völker interessieren. Die meisten der unkontaktierten Völker, so schätzt man, leben im Amazonasgebiet. Einige sind der brasilianischen Regierung bekannt, andere sind tatsächlich im Wortsinne unkontaktiert. Nach Auffassung der UNO soll diese so bleiben, nicht immer halten sich alle Beteiligten daran.

Creative Commons License photo credit: ggallice



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