Guayaquil — Museumsmeile im Zentrum


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An Kultur reiche Stadt

An Kultur reiche Stadt

Natürlich reist man in erster Linie wegen der beeindruckenden Natur nach Südamerika, im Falle der Metropole Guayaquil darf es aber sicher auch mal ein wenig Kultur sein. Denn diese Stadt in Ecuador, die gleichzeitig den wichtigsten Hafen des Landes besitzt, hat sich in den letzten Jahren in dieser Hinsicht ordentlich rausgeputzt. Wie so häufig in Südamerika gibt es Teile der Bevölkerung, die zu erklecklichem Reichtum gekommen sind, während andere in Favelas oder anderen Elendsvierteln hausen müssen. Erstere natürlich sind dafür verantwortlich, dass das Zentrum von Guayaquil intensiv umgebaut wurde.

So z. B. das Museo Antropologico y de Arte Contemporaneo oder kurz MAAC, das natürlich moderne Kunst und Anthropologie im Portfolio hat. Interessanterweise werden hier auch viele Exponate aus der Zeit vor der Ankunft von Kolumbus gezeigt. Dazu kommen aber auch zeitgenössische Werke von Künstlern aus ganz Ecuador.

In unmittelbarer Nachbarschaft findet sich auch das Museo Nahim Isaías, das sich ebenfalls mit aktueller, moderner Kunst sowie mit Exponaten aus der präkolumbischen Zeit einen Namen gemacht hat. Dazu kommt noch das Stadtmuseum, das sich im Gebäude der Stadtbibliothek befindet, das ebenfalls in fußläufiger Entfernung dieses kulturellen Zentrums von Guayaquil liegt.

Museen noch und nöcher — und dazu eine neue Flaniermeile

Überhaupt wurden diese sehenswerten Mussen in ein Stadtzentrum ingegriert, das vor einigen Jahren komplett renoviert wurde, so dass viele Bauten aus der Kolonialzeit in neuem Glanz erstrahlen. Geschickt wurde allerdings auch moderne Architektur ins Zentrum von Guayaquil eingemengt, ohne dass es zu unansehnlichen Brüchen käme.

Bestes Beispiel ist die Einrichtung Malecon 2000, die hölzerne Strandpromenade, die sich entlang des westlichen Ufer des Flusses Guaya schlängelt. Sie wurde im Zuge intensiver Stadtentwicklung gebaut und umfasst neben einer Reihe von historischen Denkmälern auch einige Einkaufszentren sowie natürlich eine Vielzahl von Bars und Restaurants.

Neue, hochwertige und attraktive Räume wurden so in der Stadt Guayaquil geschaffen, die nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch von Auswärtigen bestens angenommen werden. Jeder einzelne Abschnitt hat seine eigenen Highlights, z. B. die Büste von Jose Joaquin de Olmedo, der Maurische Turm oder aber auch Kinderspielplätze und ganz besonders die Gärten von Malecon, die sozusagen ein Mini-Ecuador mitten in der Stadt bilden, so zumindest die Intention der Macher.

Sehenswerter Garten ist Teil von Malecon 2000

Mit 22.000 Quadratmetern ist der Garten von Malecon zwar weit entfernt von den größten Parks der Welt, ist aber nicht minder attraktiv. Er lädt ein, entspannend durch sein Grün zu streifen, um richtig Appetit für eines der vielen Restaurants zu sammeln, oder aber nach dem Essen die berühmten 1000 Schritte zu tun.

Natürlich wird der Park auch von vielen Straßenkünstlern bevölkert, und wer nicht auf diese Art von Kultur steht, für den bieten sich ja weiterhin die oben genannten Museen an.

Letztes Highlight, auf das man sich in diesem Beitrag beschränken muss, ist das Viertel Cerro Santa Ana, ein völlig umgestaltetes Stadtviertel auf einem Hügel, auf das man von vielen Teilen der Stadt aus blicken kann. Hier sind die ohnehin schon traditionell farbenfrohen Farben Ecuadors noch einmal auf die Spitze getrieben, und wer sich in den Anblick von Cerro Santa Ana nicht verliebt, dem ist mit Lebensfreude wohl einfach kein Gefallen zu machen. Am Fuß des Cerro Santa Ana befindet sich das Barrio Las Penas, der uralte Kern der Stadt, aus der heraus sie zur heutigen Millionenmetropole gewachsen ist.

Creative Commons License photo credit: Negro Feijoo



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