Alles rund um die Panamericana


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Endlose Kilometer durch Amerika

Endlose Kilometer durch Amerika

Eine sagenumwobene Straße, die tatsächlich hält, was der Name verspricht: Auf ihr kann man den gesamten amerikanischen Kontinent durchqueren, und zwar von Alaska bis nach Feuerland, auch wenn einige Teile der Strecke in den USA inoffiziell sind. In Südamerika jedenfalls gibt es noch einen Abzweig nach Buenos Aires, ansonsten verläuft die Panamericana komplett entlang der Westküste des Subkontinents Südamerika.

In seiner längsten Ausdehnung kann man auf der Panamericana über 25.000 Kilometer zurücklegen und damit fast zwei Drittel Mal um die Erde fahren. Von Kanada aus, durch die USA, durch Mexiko und das gesamte Mittelamerika geht es weiter durch Kolumbien, Ecuador, Peru und schließlich Chile bzw. je nach Route auch nach Argentinien. Das kleine Teilstück, das zwischen Kolumbien und Panama fehlt, wollen wir hierbei mal unter den Tisch fallen lassen, weniger als 4 Promill der Gesamtstrecke stellen diese 90 Kilometer dar.

Spannend sind natürlich nicht allein die vielen Länder, durch die die Panamericana den Nutzer führt, sondern auch die unterschiedlichsten Klima- und Vegetationszonen sowie die vielen verschiedenen Landschaften samt jeweils dazugehöriger Flora und Fauna.

Von Alaska bis Feuerland: Die längste Straße der Welt

So durchschneidet die Panamericana neben Dschungel, Steppe und Regenwald auch das Hochgebirge in diversen Ländern. Aufgrund der ebenfalls unterschiedlichen Standards beim Unterhalt der Strecke kann die Panamericana auf manchen Abschnitten auch nur während der Trockenzeit und nicht während der Regenzeit genutzt werden.

Während man in den USA einige Streckenteile bestehender Highways nachträglich zur Panamericana hinzugefügt hat, durchaus auch aus touristischen Zwecken, hat die Panamericana in Südamerika schon lange eine wichtige Rolle auch beim innerstaatlichen Transport ihrer Anrainerländer gespielt. Dort, in Südamerika, ist es auch so, dass die Straße sich mehrfach auffächert und ein ganzes Netz an Straßen zur Panamericana gezählt wird.

Am beliebtesten bei Touristen ist allerdings das Teilstück in Mittelamerika, sicher nicht zuletzt auch, weil man in Mittelamerika jeweils so schnell am Pazifik oder am Atlantik ist. Viele Fotos von der Panamericana zeigen eine flache Landschaft, die endlos von der Asphalttrasse durchschnitten wird, aber wie oben schon erwähnt, ist es ein Trugschluss, zu glauben, man führe auf ihr nur durchs Nichts. Vielmehr passiert man neben den Gebirgszügen auch den Regenwald.

Alles, was der Planet an Natur bereit hält, auf dieser Reise erfahren

Mehr Abwechslung, wenn auch angesichts der Länge der Panamericana nicht von jetzt auf gleich, ist bei einer Reise kaum denkbar. Schließlich gibt es allein in Ecuador fast so viele Klimazonen wie in ganz Europa, welche man dann natürlich leibhaftig selbst erlebt. Eine faszinierende Reise, die aber auch mit kleinen und großen Abenteuern gespickt sein kann.

Kleine interessante Faktensammlung rund um die zweifelsohne längste Straße der Welt: Früher wurde auf einem Teilstück von ihr in Mexiko ein Autorennen durchgeführt. Noch skurriler: Bud Spencer, bzw. Carlo Pedersoli, wie er richtig heißt, arbeitete zwei Jahre lang beim Bau der Panamericana als Vorarbeiter mit. Welches Teilstück das war, das aus der Hand von Bud Spencer entstand, ist leider nicht bekannt.

Im schweizer und im deutschen Fernsehen gab es 1998 eine 10-teilige Dokumentation über die Panamericana zu sehen, die leider bislang kaum wiederholt wird. Dabei ist sie äußerst sehenswert und blickt — natürlich — intensiv auf das, was es abseits dieser Straße zu sehen und zu berichten gibt. Und das ist so unheimlich viel, wie die Panamericana lang ist. 25.000 Kilometer.

Creative Commons License photo credit: macha.cl



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