Ist die Kokos-Insel vor Costa Rica eine Schatzinsel?


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Verbergen die Palmen auf der Kokos-Insel ein Geheimnis?

Verbergen die Palmen auf der Kokos-Insel ein Geheimnis?

Die Kokos-Insel vor Costa Rica ist sagenumwoben wie kaum eine zweite auf diesem großen Planeten. Henry Morgan oder mit William Dampier ein anderer berühmter Pirat, gerne auch Freibeuter genannt, sollen hier angeblich ihre Schätze vergraben haben. Diese Mythos lockt immer wieder Schatzsucher auf das Eiland im Pazifik vor Costa Rica.

Sie ist nur 8km lang und etwa 4,5km breit, nicht viel Platz also, um einen Schatz zu vergraben. Umso mehr Raum bleibt für die Träume all jener, die hoffen, mit ein bisschen Glück und dem richtigen Näschen für einen Fund hier ihr Glück zu finden.

Zum geheimnisvollen Erscheinungsbild der Kokos-Insel trägt sicher bei, dass sie an den meisten Stellen ihrer Küste nicht über Strand, sondern über steile Felsklippen verfügt, die teilweise sogar bis zu 200 Meter aus dem Meer herausragen. Nur an ganz wenigen Stellen findet sich auf der Kokos-Insel ein Strand, wie man ihn von den typischen Urlaubsinseln der zentral- und südamerikanischen Region kennt.

Die gesamte Landfläche der Insel ist mit dichtem Regenwald bedeckt. Doch der Name der Kokos-Insel findet sich in ihrer Vegetation eher selten wieder: Nur wenige der Bäume sind Kokospalmen. Das war früher offensichtlich anders, denn als die Spanier die Insel entdeckten, gaben sie ihr diesen Namen, der damals wohl zurecht vergeben wurde.

Etliche Piraten sollen auf dieser Insel gewesen sein

Die Mythen, die sich um die Insel ranken, sind für ein solch kleines Eiland doch ganz schön viele: Bei William Dampier weiß man ganz sicher, dass er die Insel einmal betreten hat. Nun glauben manche, dass er hier einen Teil seiner Piratenbeute versteckt hat. Das Selbe gilt für Henry Morgan. Aber auch Edward Davis war im 17. Jahrhundert sehr aktiv als Seeräuber und auch seine Schätze vermuten manche auf den Kokos-Insel.

Deshalb sind immer wieder Schatzsucher auf der Insel unterwegs gewesen, was allerdings kein Phänomen der Moderne ist. Schon seit über 300 Jahren versucht der eine oder andere, den verbuddelten Reichtümern auf die Spur zu kommen. 1897 wurde gar ein Deutscher zum Gouverneur der Insel ernannt, obwohl diese unbewohnt ist. Er hatte ebenfalls den Auftrag, nach Gold und anderen Kostbarkeiten zu suchen — wie alle vor und nach ihm jedoch erfolglos.

All diese Geschichten werden aber gekrönt davon, dass die Kokos-Insel wohl Vorbild des Schauplatzes des Romans “Die Schatzinsel” von Robert Louis Stevenson gewesen ist. Die Insel wird in dem Roman nicht genau benannt, bzw. ihr weltliches Vorbild, und doch würde es nicht verwundern, wenn Robert Louis Stevenson sich von ihr oder zumindest all den Mythen um sie hat inspirieren lassen.

Schatzsucher bleiben seit 300 Jahren erfolglos

Allerdings ist es leider seit 1978 verboten, auf der Kokos Insel nach vergrabenen Schätzen zu suchen, denn die Insel steht seitdem unter Naturschutz. Den einen oder anderen illegal Schatzsuchenden hält das zwar nicht davon ab, hier sein Glück zu versuchen. Fündig geworden ist allerdings bislang noch niemand. Gut so, denn sonst würde die Insel wahrscheinlich von weiteren Schatzsuchern überrannt, auch wenn es extra dafür abgestellte Patroullien gibt, die das Naturschutzgebiet Kokos-Insel überwachen.

Seit 1997 zählt die Insel sogar zum Weltkulturerbe, welches durch die UNESCO zusammengetragen und entsprechend gewürdigt wird. Die einzigen Bewohner sind Ranger, die darüber wachen, dass niemand Schaden anrichtet. Tauchen ist rund um die Insel nämlich erlaubt. Und selbst da wird sicher der eine oder andere Schatzsucher unter jenen sein, die vor der Kokos-Insel ins Meer tauchen …

Creative Commons License photo credit: Moment of Faith



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