Puppenverbrennung zu Silvester in Ecuador


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Das Alte und Schlechte soll nicht mit ins neue Jahr kommen

Das Alte und Schlechte soll nicht mit ins neue Jahr kommen

Ein besonderer Brauch, der zunächst etwas befremdlich wirkt, ist die Verbrennung von Puppen zu Silvester in Ecuador. Wenn man die Hintergründe kennt, wirkt es aber gleich nicht mehr ganz so brachial wie beim ersten Lesen. Die Sitte, Puppen zu verbrennen, stammt daher, dass man damit das alte Jahr abschließen will. So wird Platz und Weg geschaffen für das neue Jahr. Natürlich ist die Intention in erster Linie, all das, was im alten Jahr schlecht war, ein für allemal loszuwerden. Die Dinge, die gut waren, nimmt man selbstverständlich mit ins neue Jahr.

Früher waren es noch Puppen mit Hexenköpfen, heute sind es häufig Politiker, die sich aus Sicht der Betreiber nicht gerade vorbildlich verhalten haben. Da kommt natürlich je nach Auswahl der “Opfer” auch eine gehörige Portion Frustbewältigung hinzu. Masken der aktuellen Politiker haben rund um Silvester dementsprechend auch Hochkonjunktur in den Geschäften, die die Silvesterausrüstungen verkaufen.

Ein ganz normales Feuerwerk gehört an Silvester in Ecuador übrigens ebenso dazu – und nimmt für gewöhnlich auch mehr Raum ein als die Puppenverbrennung. Wer es besonders krachen lassen will, der vermengt in Ecuador beide Bräuche miteinander: Puppen, die zum Verbrennen da sind, mit darin befindlichen Knallkörpern. Damit das Schlechte auf keinen Fall eine Chance hat, mit ins neue Jahr zu gelangen.

Ein ungewöhnlicher Brauch in Ecuador also zu Silvester, aber durchaus reizvoll und interessant. Man stelle sich vor, hier würde man Puppen mit Merkel, Wulff oder Westerwelle anzünden, die dann aufgrund des darin angebrachten Knallkörpers explodierten. Nein, das ist hier nicht möglich, das würde hier doch recht schief angesehen. Da muss man schon Silvester in Ecuador verbringen.

Creative Commons License photo credit: faul



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