Pinguine treffen auf einer Kreuzfahrt nach Südgeorgien


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Pinguine in rauen Mengen

Pinguine in rauen Mengen

Süd-Georgien heißt eine Inselgruppe im Atlantik, die nach ihrer gleichnamigen Hauptinsel benannt ist. Sie ist etwa 1.400 Kilometer von den Falklandinseln entfernt, welche ihrerseits vor der argentinischen Küste im Atlantik liegen. Politisch gehören die Inseln zu Großbritannien, obwohl auch Argentinien Anspruch darauf erhebt. Interesse erwecken sie als Reiseziel ohnehin aus ganz anderen Gründen. Eine Kreuzfahrt nach Südgeorgien lohnt sich trotz der Entfernung, weil dies eines der wichtigsten Brutgebiete des Königspinguins ist.

In seinen Kolonien leben hier geschätzte 400.000 bis 500.000 Exemplare, welche bei einer Vorbeifahrt natürlich bestaunt werden können. Dazu kommen nicht weniger als 5 Millionen (!) Goldschopfpinguine, die, wenn sie alle dicht aneinandergedrängt auf einem der sehr flach abfallenden Felsen stehen, es fast unmöglich machen, die Inseln selbst noch zu sehen.

Da die Hauptinsel ungefähr die Größe Mallorcas hat, dauert die Umfahrt durchaus einige Zeit, welche komplett gefüllt wird mit dem Beobachten all dieser unzähligen Pinguine — ein herrliches Vergnügen. Selbst Anlandungen sind möglich, und nach allem was man weiß keine Gefahr für die Pinguine, die sich an ihre menschlichen Besucher gewöhnt zu haben scheinen.

Bei einem dieser Landgänge werden traditionell auch ehemalige Walfischstationen besichtigt, wozu es sogar ein kleines Museum auf der Insel gibt. Für ganz Wagemutige sind auch Touren möglich, bei denen man per Ski — natürlich unter Leitung erfahrener Reiseleiter — die Insel erkundet. Die meisten Reisenden einer Kreuzfahrt nach Südgeorgien lassen diesen Teil aus, allein mit dem Schiff zu reisen ist natürlich wesentlich bequemer, wesentlich spannender ist es aber, diese Insel(n) selbst zu erkunden.

Riesige Pinguinkolonien zu bestaunen

Die vom Menschen eingeschleppten Ratten auf der Insel sollen wegen der durch sie verursachten ökologischen Schäden ausgerottet werden, wobei dieser Plan 2011 noch nicht vollkommen umgesetzt war, es sich aber nur noch um kurze Dauer handeln kann, bis sich Südgeorgien in dieser Hinsicht wieder im Ursprungszustand befindet.

Bezogen auf seine Flora ist die Insel naturgemäß nicht ganz so abwechslungsreich, ein Klima von -4° bis maximal 10°C im Hochsommer macht nicht viel mehr möglich als einen recht kargen Bewuchs aus verschiedenen Moosen, Flechten und Gräsern, aber in diesem Fall reist man ohnehin nicht wegen der Flora an.

Denn neben den vielen Pinguinen leben auch noch Seekühe, Albatrosse und See-Elefanten und Seebären hier, so dass auch aus dieser Warte immer etwas zu erleben ist. Viele Robbenarten runden das Bild ab, dass sich dem Besucher bei einer Reise nach Südgeorgien zeigt: Die Vielfalt dieser einen Erde erscheint hier in ihrer Pracht an den selten besuchten, weil allzu kalten Enden.

Sogar ein Museum befindet sich auf der Insel

Mit dem Grab von Ernest Shackleton, das ebenso wie das kleine Museum Teil der meisten Landgänge ist, einem der bekanntesten Polarforscher, der selbst in Südgeorgien noch vor Beginn einer Expedition starb, gibt es weiteres Futter für historisch Interessierte.

Praktischerweise gibt es auch sehr viele Anbieter derartiger Kreuzfahrten in Deutschland, so dass Zuverlässigkeit und Seriosität schon von Beginn der Reise an gesichert sind, beim Transfer (meist nach Buenos Aires) auf die Südhalbkugel per Flugzeug nämlich.

Wer an den ebenfalls mögliche Schnee- und Ski-Expeditionen teilnehmen möchte, sollte eine gewisse Grundfitness mitbringen; wer lediglich eine Kreuzfahrt bucht braucht keine besonderen Voraussetzungen, um einige teilweise überwältigend und höchst einzigartige Erlebnisse ganz unten im Süden der Erde zu machen.

Creative Commons License photo credit: andym8y



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