Costa Rica — Nationalmonument Guayabo


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Blick auf das Nationalmomunment Guayabo

Blick auf das Nationalmomunment Guayabo

Welches Land kann schon von sich behaupten, ein echtes “Nationalmomument” zu besitzen? Costa Rica jedenfalls gehört dazu. Das “Nationalmonument” des Landes ist das Nationalmonument von Guayabo. Gelegen ist es zwischen Azul und Guaybo Arriba, an den Füßen des Vulkans Turrialba.

Als man bei Ausgrabungen auf die ersten Funde stieß, wurde im Anschluss schnell deutlich, dass sich bei der Anlage von Guayabo um ein komplettes Netz an Straßen und Dämmen, Aquädukten und Zisternen, Treppen und vielen weiteren von Menschen angelegten Strukturen handelt.

Geschätzt wird der Ursprung des Nationalmonuments auf die Zeit zwischen 1000 vor Christus bis 1400 nach Christus, womit es ein präkolumbianisches Machwerk wäre. Offenbar lebten in dieser Siedlung viele spezialisierte Handwerker und weitere Berufsstände wie Fischer oder Jäger. Ebenso unübersehbar war die Kultur, aus der das Nationalmonument Guayabo hervorgegangen ist, auch in der Baukunfst hoch entwickelt, denn die Dämme der Anlage erstrecken sich über etliche Kilometer Länge, und die geschickte Planung der Stadt lässt ebenfalls erkennen, dass hier nicht ohne vorherige Organisation vorgegangen wurde.

Das Spannende am Nationalmonument Guayabo ist, dass von den geschätzt 20 Hektar, die die Anlage umfasst, erst ein kleiner Teil überhaupt freigelegt wurde. Um zu verhindern, dass hier kostbare Funde verloren gehen oder zerstört werden, wurde das Nationalmonument schon 1973 von der Regierung Costa Ricas unter Schutz gestellt. Schließlich bedeutet das Monument die größte archäologische Stätte des gesamten Landes.

Welche Bedeutung die Siedlung und ihre Bewohner in ihrer jeweiligen Zeit besaßen, ist bislang ebenso ungeklärt, wie die Frage danach, ob die spanischen Eroberer diese Siedlung entdeckten. Es gibt also noch ebenso viel zu entdecken wie zu erklären rund um das Nationalmuseum Guayabo.

Creative Commons License photo credit: adamnsinger



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