Die Küche Kolumbiens


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Eine typisch kolumbianische Ajiaco

Eine typisch kolumbianische Ajiaco

Süd- und mittelamerikanische Küche ist in Europa nicht ganz so verbreitet wie die Küche vieler Konkurrenten. Dabei ist die kolumbianische Küche beispielsweise sehr abwechslungsreich und sie bietet so viele unterschiedliche Einflüsse und Geschmäcker, dass man dabei auf jeden Fall auf seine Kosten kommt, selbst wenn man nur Speisen aus bestimmten Richtungen mag.

Da das Land viele verschiedene Klimazonen hat, sind auch die Zutaten für die typisch kolumbianischen Speisen sehr unterschiedlich, je nachdem, was in welcher Region eben wächst und dauerhaft zur Verfügung steht. Zunächst ist anzumerken, dass man in Kolumbien zu den Mahlzeiten immer Getränke reicht.

Typisches Frühstück

Oft kommt schon zum Frühstück Fisch oder Mais auf den Tisch. Vom Gedanken an ein Croissant oder ein Brötchen darf man sich also gerne verabschieden. Nicht nur die Arbeiter frühstücke in Kolumbien Reis mit Fleisch, wer es etwas exquisiter mag, greift zum gefüllten Bananenblatt, Tamal genannt. Wenn man Rührei zubereitet, macht man das in einer kleinen Pfanne, der Caserola. Sonntags darf es dann auch schon mal eine Changua sein, eine Suppe mit Käse und Ei. Natürlich gibt es (gerade) in Kolumbien auch herrliche Säfte zum Frühstück dazu.

Hauptzutaten

Auch in Kolumbien lebt man nicht vom Gemüse allein. Rindfleisch und Huhn sind die häufigsten Fleischzutaten, gerne isst man auch viel Fisch, der häufig mit Kokosnussreis gereicht wird. Wie überhaupt Reis und Kartoffeln die häufigsten Sättigungsbeilagen der kolumbianischen Küche sind.

Oft verwendete Zubereitungsform für die vielen verschiedenen Gemüsearten sind die Empanadas. Ebenso gerne nutzt man in Kolumbien Reisteig. Lechonas sind überbackener Schweinebauch, Sobrebarriga ist gebackener Rinderbauch und dazu gibt es jeweils diverse Gemüsesorten und Reis.

Das wohl typischste Gericht Kolumbiens ist die Ajiaco, eine sämige Hühnersuppe mit Kartoffeln und Mais.

Andere häufige Zutaten sind Yuca, Avacado oder Mangos.

Vieles wird auch in Kombination mit viel Zucker zubereitet.

Exotisches

Während man Maracujas inzwischen schon fast nicht mehr als exotisch bezeichnen kann, gibt es anderes auf dem Tisch, das überrascht und verzaubert. In Kolumbien isst man tatsächlich ab und an Meerschweinchen, welches man dort “cuy” nennt. Wer besonders mutig ist, greift auch mal zur gegrillten Riesenameise “hormiga”. Ansonsten gehören zum Gemüse Baumtomaten,

Getränke

Extrem typisch — Kolumbien! — ist der schwarze Kaffee, den man in Kolumbien gerne trinkt. Genannt wird er “tinto”, weil er so schwarz ist wie Tinte. Ebenfalls heimisch ist das “agua de panela”, ein heißes Wasser, in dem raffinierter Zucker aufgelöst wird.

Nicht zu vergessen der Rum (nicht nur) aus Zuckerrohr, der schon so manchen mit der Zunge hat schnalzen lassen, sofern er es nicht übertrieb.

Alles in allem kann man also festhalten, dass die kolumbianische Küche einerseits tatsächlich so abwechslungsreich ist, wie ihr nachgesagt wird und andererseits fast ausschließlich zu Zutaten und Zubereitungsformen greift, die zumindest in Deutschland nur selten zum Einsatz kommen.

Wer mit all dem Fremdem gar nicht zurecht kommt, der kann immer noch auf den auch in Kolumbien angebotenen Fast Food zurückgreifen und wird sich damit selbst um eine faszinierende Begegnung mit einer neuen Küche bringen, auch wenn die Burger in Kolumbien angesichts der leichten Verfügbarkeit von Rindfleisch noch mal besonders groß sind. Aber Burger gibt’s auch zu Hause …

Creative Commons License photo credit: m g a



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