Die Inkafestung Sacsayhuamán in Peru


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Sacsayhuaman ist ein echtes Higlight

Sacsayhuaman ist ein echtes Higlight

Wer nach Südamerika reist und nicht allein Bade- oder Strandurlaub im Sinn hat, der bringt sicher auch ein gesteigertes Interesse für die Inkas und ihre Hinterlassenschaften mit. Falls nicht, wird es bei einem Aufenthalt in Süd- oder Mittelamerika ganz bestimmt geweckt. Eines der Highlights der Inka-Kultur auf dem gesamten Subkontinent ist die Inkafestung Sacsayhuamán.

Ihre Lage ist in unmittelbarer Nähe der peruanischen Stadt Cuzco, auf die man auch von Sacsayhuamán aus ins Tal blickt. Die Festung zu erreichen ist somit kein Problem. Und das lohnt sich, da sie nicht nur von Experten als besonders bedeutsam eingeschätzt wird, sondern auch für den Laien beeindruckende Anblicke bietet.

Auch wenn nur noch etwa ein Drittel der Originalanlage erhalten ist — ein Teil wurde bei den Kämpfen gegen die Spanier zerstört, ein anderer Teil wurde von den Auswirkungen von Erdbeben vernichtet — sind die Ausmaße der Festung Sacsayhuaman immer noch riesig. Nicht weniger als 20.000 Inka sollen bei seiner Erbauung mitgewirkt haben. Zu einer Zeit, in der selbst die (damaligen) Großstädte kaum mehr Einwohner hatten, ein überwältigender Wert.

Die gesamte Anlage liegt auf einem Hügel vor Cuzco, circa 3 Kilometer oberhalb der Stadt. Die aus Steinen befestigte Einrichtung verläuft in drei verschiedenen Terrassen zickzackförmig, die Mauern sind zwischen 5 und 10 Metern hoch.

Rätsel des Transport der riesigen Felsbrocken bleibt offen

Wahrscheinlich wird Sacsayhuamán aber nicht rein militärische Zwecke gehabt haben. Einige Bauelemente weisen daraufhin, dass von hier aus auch den Heiligtümern der Inka gedacht bzw. diese geehrt wurden. Außerdem gibt es Anzeichen für eine Funktion als Ausgangspunkt für astronomische Beobachtungen.

Unklar ist, was der Name “Sacsayhuamán” bedeutet, auch wenn geklärt ist, dass er aus der Sprache Quechua stammt. Eine Übersetzung geht in die Richtung “zufriedener Falke”, eine andere in die Richtung “gesprenkelter Kopf”. Für den Besucher macht dies aber ohnehin keinen Unterschied, wenn er sich an der massiven und dennoch filigranen Baukunst der Inka erfreut. Die zur Errichtung der Mauern notwendigen Steinbrocken wurden teils über 20 Kilometer an diese Stätte bewegt. Anschließend wurden sie jeweils so passgenauf aufeinander zugeschnitten, dass keine Fugen blieben, die den Angreifern Gelegenheit geben könnten, dadurch einzudringen oder hindurchzuschießen. Bemerkenswert ist diese Transportleistung vor allem deshalb, weil die Inka das Rad nicht kannten. Die schwersten der verwendeten Steinblöcke wiegen aber bis zu 200 Tonnen! Ein ungeklärtes Rätsel rund um Sacsayhuamán.

Im Sommer wird hier das Neujahrsfest der Inka begangen

Besonders sehenswert sind auch die erhaltenen Überreste von insgesamt drei Türmen, die als Ausguck gedient haben mögen, und die unterirdisch miteinander verbunden sind. Von hier aus wie von der gesamten Anlage aus hat man einen vorzüglichen Blick über das im Tal liegende Cuzco.

Da nicht die gesamte Anlage erhalten geblieben ist, bleibt es teilweise bei Spekulationen, welche Einrichtungen sich noch auf dem Gelände befunden haben mögen. In sehr alten Aufzeichnungen aus dem 16. Jahrhundert ist von einem Sonnentempel die Rede, genauso soll es in Sacsayhuamán ein ausgeschweiftes Labyrinth gegeben haben.

Interessanterweise wird Sacsayhuamán auch heute noch von den Anwohnern genutzt: Am 24. Juni wird hier jährlich das Neujahr nach dem Kalender der Inka gefeiert. Größere Beliebtheit erfreut sich die Anlage ganzjährig bei Touristen aus aller Welt, insbesondere da sie von Cuzco aus so leicht zu erreichen ist.

Creative Commons License photo credit: Teosaurio



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