Gaumenschmaus: Die peruanische Küche


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Mais ist Grundnahrungsmittel in Peru

Mais ist Grundnahrungsmittel in Peru

Der Haupteinfluss auf die gegenwärtige Küche Perus ist jener der Küche der alten Inkas. Natürlich wurden zu späterer Zeit besonders viele Elemente der spanischen Küche aufgenommen, als Spanien der Kolonialherr Perus war. Peru wurde zwar schon im Jahr 1821 unabhängig von Spanien, die Kolonialzeit hatte allerdings bereits ab 1532 begonnen. Somit waren knapp drei Jahrhunderte Zeit, um Spuren zu hinterlassen, zumal mit dem Eintritt Perus in die Unabhängigkeit ja nicht alle Bande zu Spanien und zur spanischen Kultur von einem auf den anderen Tag gekappt wurden.

Mittlerweile haben sich jedoch Einflüsse weiterer Kulturen in der peruanischen Küche breit gemacht, dazu zählen u. a. die japanische (!) Küche, die chinesische sowie einige europäische Einflüsse, hierbei vor allem die italienische Küche. Deutsche Einflüsse auf die Kochweisen in Peru sind kaum spürbar, so dass, wer nach Peru reist und dort speist, sich auf jeden Fall anders als zu Hause essen wird und einiges Kulinarisches neu entdecken wird.

Die Kartoffel stammt aus Peru

Andersherum wird aber auch in Deutschland immer öfter auf die Rezepte der peruanischen Küche zurückgegriffen, wenn es gilt sowohl Gäste als auch Gaumen zu verwöhnen. Allzu große Bekanntheit besitzt die Küche Perus dennoch in Mitteleuropa nicht.

Die Grundnahrungsmittel sind in Peru weiterhin Mais und Kartoffeln, was nicht verwundert, ist Peru doch gemeinhin als das Ursprungsland der Kartoffel-Pflanze anerkannt. Eine in Europa kaum bekannte Pflanze ist die Quinoa, aus deren Blättern in Peru gerne Salate oder Beilagen gemacht werden.

Obwohl man in den Anden und in Peru allgemein gerne Lamas hält, auch Alpakas oder Meerschweine, landet deren Fleisch eher selten zum Verzehr auf dem Tisch. Da hält man sich auch in Peru eher an die klassische Auswahl: Huhn, Rind und Schwein. Durchaus kann man aber in Peru Lama als Hauptspeise probieren. Selbiges gilt für Meerschwein, was dann tatsächlich für europäische Gaumen ziemlich exotisch rüberkommt.

Ausgefallenes: Fleisch vom Lama oder Meerschwein

Neben der Kartoffel wurden übrigens auch Erdnüsse und diverse Bohnensorten mit zurück nach Europa gebracht. Auch die europäische Küche wäre also ohne Einflüsse, zumindest was die Zutaten angeht, aus Peru wesentlich ärmer an Vielfalt.

Außerdem sind verschiedene Pfeffersorten und Chili-Arten häufiger Bestandteil der Mahlzeiten in Peru. Dazu kommen Kochbananen, die eine höhere Konsistenz als normale Speisebananen aufweisen. Sehr verbreitet sind die unterschiedlichsten Mischungen von Gemüse mit Fleisch zusammen in einem Zubereitungsgerät.

Typische Gerichte in Peru umfassen zum Beispiel folgende Gerichte:

  • Arroz con Pollo (Reis mit Huhn)
  • Estofado (Fleisch- und Gemüse-Eintopf
  • Choclo con quaso (gekochter Maiskolben mit Käse
  • Rocoto Relleno (Gefüllte Paprika, sehr scharf)
  • Tacachos (Klöße aus Bananen und Speck)

Das ist natürlich nur eine sehr, sehr kleine Auswahl der in Peru bekannten und verbreiteten Gerichte. Neben der Vielfalt der Einflüsse kommen zwei Faktoren hinzu, die die peruanische Küche extrem variantenreich machen:

Regional sehr unterschiedliche Küche in Peru

Zum einen die Tatsache, dass sich gerade zur Zeit mit der Cocina Novoandina eine neue Richtung des Kochens entwickelt, welche insbesondere darauf ausgelegt ist, in Restaurants auf die Speisenkarte zu gelangen. Zum anderen gibt es nicht die eine peruanische Küche. Vielmehr unterscheiden sich die einzelnen Regionen recht stark in ihren Spezialitäten.

Bekanntestes Getränk Perus ist der Pisco, ein Branntwein, der auch in verschiedenen peruanischen Cocktails enthalten ist, außerdem ist das Chicha beliebt, eine Art Bier, das aus Mais hergestellt wird.

Creative Commons License photo credit: ericabreetoe



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