Die Pampas in Argentinien


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Pampas von oben

Pampas von oben

Oftmals falsch angenommen, liegen die Pampas eben nicht im äußersten Süden des südamerikanischen Landes Argentinien, sondern durchaus dort, wo sich auch die vielbevölkerte Hauptstadt Buenos Aires befindet. Im nordöstlichen Teil des Landes, also auch bis an die Atlantikküste heran, liegen die Pampas, die eigentlich eine Pampa ist, aber genauso oft im Plural als “Pampas” tituliert wird.

Uruguay zum Beispiel gehört komplett zu den Pampas, Teile von ihr liegen auch im südlichen Teil Brasiliens. Aber tatsächlich, der weitaus größte Teil der Pampas liegt in Argentinien und ist in mancher Hinsicht beinahe zum Synonym für Argentinien geworden. Für dessen saftige Steaks, für die endlosen Grassteppen und für die wenigen Gauchos, die die hier grasenden Rinder bewachen.

Dieses Bild trifft tatsächlich zu. Denn die Pampas bestehen aus einer riesigen Grassteppe, weshalb sie das Kernland der landwirtschaftlichen Produktion in Argentinien darstellt. Das gemäßigte Klima macht diesen intensiven Bewuchs möglich. Im Osten ist die Pampa sehr feucht, im Westen eher trocken.

Dass der Ausdruck, dass etwas “in der Pampa” liege, im deutschen Sprachgebrauch bedeutet, dass etwas extrem abgelegen, einsam und öde ist, hat durchaus seine Berechtigung. Die Pampa sind abgelegen, einsam und in gewisser Weise öde. Doch so mancher Reisende empfindet gerade diese Abwesenheit von Ablenkung als befreiend, weshalb sie von vielen Touristen insbesondere in Argentinien (in Uruguay und Brasilien weniger) aktiv gesucht wird.

Endlose Kilometer um Kilometer kann man allein sein mit seinen Gedanken, oft nur begleitet von ein paar in der Gegend herumstehenden Rindern, noch öfter aber ganz ohne größere Tiere, zumal in der Pampa nur wenige Arten zu Hause sind. Dazu zählen einige Füchse, Kauze, Nandus und Guanakos. Denen ist allerdings herzlich egal, was der Wanderer aus einer anderen Welt dort in der Pampa verloren hat …

Creative Commons License photo credit: PhillipC



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