Vikunja — das Andentier


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Ein Vikunja, wie es sie nur in den Anden gibt

Ein Vikunja, wie es sie nur in den Anden gibt

Das Vikunja gehört zur Familie der Kamele, ist in Europa aber sehr unbekannt, weil sein Verbreitungsgebiet einzig in den Anden liegt — und auch hier kommt es nur in Höhen zwischen 3.500 und 5.500 Metern vor. Dabei ist das Vikunja deutlich hübscher als ein Kamel, und weckt mit seinem pelzigen Fell, das wegen der Kälte in seinem hoch gelegenen Lebensraum besonders dicht ist, Assoziationen an das eine oder andere Stofftier.

Etwa 100 Zentimeter Schulterhöhe befindet sich der Kopf auf etaw 150 Zentimetern Höhe und mit braunem Fell, das am unteren Körperbereich weiß wird, erinnert vor allem die Schnauze wie der sonstige Kopf an Kamele.

Wissenschaftlich gesehen ist der Name des Vikunjas zwar lama vicugna, doch bleibt man mehrheitlich dabei, dass die Vikunja eine eigene Gattung darstellen, vor allem weil sich ihr Gebiss stark von jenem eines Lamas unterscheidet.

Die Vikunjas waren bis vor Kurzem stark in ihrer Art bedroht: Gab es früher mehr als 1 Million von ihnen, lebten vor einigen Jahren nur noch etwa 6.000 Exemplare in den Anden von Chile, Peru, Argentinien und Bolivien. Durch Zucht- und Schutzmaßnahmen hat sich ihr Bestand allerdings wieder auf über 200.000 erhöht.

Wer nicht bis nach Südamerika reisen kann oder will, findet einige Exemplare von Vikunjas im Zoo von Zürich, wo sie mit ihrem besonderen Fell keine Probleme mit dem schweizer Winter haben. Spannender wäre es allerdings natürlich, ihnen in freier Wildbahn in ihrer natürlichen Umgebung in den Anden zu begegnen.

Creative Commons License photo credit: Tambako the Jaguar



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